Fundoplicatio OP (Mageneingangverkleinerung) Wer kennt es?

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CéliNico
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Fundoplicatio OP (Mageneingangverkleinerung) Wer kennt es?

Beitrag von CéliNico » 30. Juli 2007, 15:33

Hallo zusammen,

gibt es Eltern, Alleinerziehende mit Kind/er die solch eine Operation machen liessen? War die OP schwierig? Komplikationen?

Wie lange dauerte es bis das Kind wieder richtig essen und trinken konnte? Hatte es Schmerzen?

Sorry für diese vielen Fragen, aber meine Kinder sollten diese OP bekommen. Finde es auch sehr notwendig da der Reflux einfach zu stark ist. Bei Nicola wird Ende August/Anfang Sept.07 eine Pegsonde gelegt und in der selben OP wird ihm der MAGENEINGANG verkleinert (Fundoplicatio) damit er nicht mehr Erbrechen muss.

Bei Céline finde ich hätte es schon längst gemacht werden müssen! Sie erbricht viel mehr als Nicola! Und sie hat seit sie 1 1/2J. schon eine Magensonde. Aber die Aerzte meinten immer wieder NEIN. Ich finde, es ist nicht gesund ständig Magensäure zu erbrechen, denn das verätzt die Speiseröhre und kann zu Krebs führen.
Beide bekommen schon seit 3Jahren das Antramups!

Nun interessiert es mich aber, wie die Kinder nach solch einem Eingriff reagiert hatten.

Danke jetzt schon für eure Antworten.

LG Daniela
Ich 1970 mit Céline *30.4.2002/t29.8.2011+*Nicola 20.10.2003 beide: PCH-2 Werden nie Gehen,Sprechen,alleine Stehen,Sitzen+Essen können..aber dafür "Lachen"
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Hallo daniela

Beitrag von Flavia » 30. Juli 2007, 20:26

Wir haben die OP gemacht als siro zwei jahre alt war.
Für uns war es eine andere welt, danach!!!
Wir waren in zprich. Operiert wurde er super nur die Nachsorge verlief nicht optimal. der Chirurg Dr.Gitzelamm hat uns aber alles super erklärt und uns auch nach dem x. ten telefon nie das Gefühl gegebn nervig zu sein.
Die Organisation Keks (Selbsthilfeverein für Kinder mit Speiseröhren und magenmissbildungen und problemen) empfihlt aber nach St.Gallen zu Dr.Marx zu gehen. Er spezialisiert sich in der schweiz mit seinem team für "solche" Kinder. Die Nachsorge wird da auch konsequenter durchgeführt.
Allerdings liegt St.Gallen auch nicht gerade um die Ecke ; )!

Wir hatten zum Glück keine Komplikationen(www.keks.org).Wir konnten dank den Darmgeräuschen bereits nach einer Woche wieder nach Hause. gegen schmerzen gibt es ja Mittel. Da unsere Kinder eh nicht sofort herum rennen hält sich die Spannung auf die Naht und den bauch ja auch in Grenzen. Siro hatte übrigens nur eine laparaskopische OP. Dies muss aber immer während der OP entschieden werden da sie dann erst mal reinschauen und sehen wie es wirklich aussieht.

Hoffe dir in etwa deine fragen beantwortet zu haben!

liebi Grüess Flavia
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CéliNico
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Liebe Flavia

Beitrag von CéliNico » 30. Juli 2007, 22:03

Danke für deine Antwort! Als ich mein Schreiben hier einfügte, sah ich erst dass du schon was davon im 2004 geschrieben hattest.

Es freut mich zu lesen dass Siro die OP gut überstanden hatte, aber die Nachsorge macht mir zu denken!

St. Gallen liegt wirklich nicht für uns um die Ecke! Eigentlich wäre es im Inselspital Bern vorgesehen.
Sobald ich das Aufgebot von Nicola bekomme, wegen der OP (Magensonde und Fundoplicatio) werde ich mal mit dem Arzt sprechen! Und vielleicht auch St. Gallen erwähnen.(Dr.Marx)

>Wir hatten zum Glück keine Komplikationen(www.keks.org).

Super das er das so toll überstanden hatte! Aber was heisst: eine laparaskopische OP.

Lieben Gruss und gute Nacht.

Daniela
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Fundoplikatio

Beitrag von Petra » 30. Juli 2007, 22:53

Hallo Daniela


Lapraskobisch heisst: Die OP wird durch mehrere kleine Oeffnungen am Bauch per Bildschirm ausgeführt.
Das bedeutet, dass das Kind nur ein paar kleine Narben zurückbehält anstatt eine grosse Narbe am Bauch.

Liebe Grüsse

Petra

P.S. Yannick hatte vor 5 Jahren auch diese OP in Stuttgart mit regelmässigen Nachkontrollen im Kispi Luzern. Heute geht es ihm gut.
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Hallo

Beitrag von CéliNico » 31. Juli 2007, 12:30

Liebe Petra,

danke auch dir für deine Antwort. Jetzt kann ich mir ein Bild davon machen. Hoffentlich wird das im Inselspital auch so durchgeführt. Muss mit den Arzt sprechen, wenn's soweit ist.

Wie regelmässig waren die Nachkontrollen? Ab wann ging's Yannick besser?

Liebe Grüsse

Daniela
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Fundoplikatio

Beitrag von Petra » 31. Juli 2007, 21:44

Hallo Daniela

Die Nachuntersuchungen waren in den ersten paar Jahren jährlich. Was wir nicht schlimm fanden, denn Yannick musste seit dieser OP nicht mehr erbrechen, sein damaliges Stadium war sehr nahe bei Krebs.

Eine Weile nach dieser OP hatte er eine Art Dumping, es wude zwar von den Aerzten nicht erwiesen, aber die Anzeichen waren da: fettiger Stuhl usw. und er konnte nichts in seinem kleinen Körper behalten. Wir hatten dies im Kispi abklären lassen, aber es kam nichts heraus, war es hatte. Nach einer Weile hat dies von selber normalisiert. D. h. er verträgt nicht alles: nicht zu viel Zucker und nicht zu viel sonst bekommt er durchfall, aber wenn man das beachtet ist das okay.
Natürlich was ich noch sehr wichtig finde, man muss wissen, das diese Kinder nicht mehr erbrechen können.

Nach ein paar Monaten ging es Yannick (damals 4 jährig) zum ersten mal gut in seinem Leben.

Ganz liebe Grüsse

Petra
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Re: Fundoplikatio

Beitrag von CéliNico » 3. August 2007, 17:39

Hallo Petra,

merci vielmals für deine ausführliche Antwort!
Ohje armer Yannick! Jetzt ist es kein Thema mehr wegen Speiseröhrenkrebs? Zum Glück kam doch nicht's ernstes heraus!

Fettiger Stuhl kann nach der OP vorkommen? Hm..... auch nicht gerade das beste. Aber wenn es sich von selbst wieder bessert....
Super!

Wünsche euch alles Gute weiterhin!

LG Daniela
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Fundoplicatio

Beitrag von Petra » 4. August 2007, 09:22

Hallo Daniela

Yannick's Speiseröhre ist heute zum Glück wieder normal, dank dieser OP.

Betreff's fettiger Stuhl nach OP, diesess und noch anderes kann nach der OP vorkommen. Es kann auch vorkommen, dass der fettige Stuhl bleibt.
Aber eben bei allen OP gibt es risiken.



Ganz liebe Grüsse

Petra
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Hi Petra

Beitrag von CéliNico » 5. August 2007, 09:17

Danke für die Erklärungen!
Dann bin ich ja gespannt, was heraus kommt. Nun muss ich eh auf das Aufgebot von der Klinik warten.

Wünsche eine gute, gesunde Zeit!

LG Daniela
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Beitrag von Heidi+2 » 5. August 2007, 14:15

Hallo

Michael hat ja letzten Herbst auch sehr viel Erbrochen. Wir haben das jetzt nicht mit einer Mageneingangsverkleinerung gelöhst. Sondern wir haben die Sonde verlängern lassen bis in den Darm und sind sehr zufrieden damit. Wir haben einfach jetzt keinen Butten mehr nur noch eine Pag mit zweitem Schlauch der in den Darm geht. Ist eine kleine Operation, sie müssen ja nur die Sonde wechseln und den zweiten schlauch in den Darm einführen. Bin schon froh haben wir es so gelöst.
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Gruss Heidi

Michael 12.02.2003: PCH 6, Mitochondriale Encephalopatie Complex 1 defiziens, Button, Epi, CP
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Verlängerung in den Darm...

Beitrag von CéliNico » 6. August 2007, 16:44

Hallo Heidi

herzlichen Dank auch für deine interssante Antwort!. Davon hatte ich noch gar nie was gehört. Gerade eben telefonierte ich mit den Aerzten von Céline und Nicola und erwähnte deinen Vorschlag auch. Jetzt hoffe ich dass ich bald möglichst das Aufgebot erhalte zur Besprechung!
Und Nicola wird diesen Monat noch seine Pegsonde erhalten.

Aber was ich noch nicht verstand: Wie kann das funktionieren wenn die Pegsonde in den Darm geführt wird? Dann füllt sich der Magen ja gar nicht mehr und das Hungergefühl bleibt doch???
Bitte kannst du mir das noch ein weniger genauer erklären?

Die Gastrotomie Aerztin meinte aber auch dass diese Funktion nur auf kurze Zeit bestehen kann.

Wie ist das bei Michael?

Danke dir schon jetzt.

Lieben Gruss Daniela
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Beitrag von Heidi+2 » 7. August 2007, 14:20

Hallo Daniela

Also das mit dem Hungergefühl kommt nicht nur vom Magen aus, es hat auch mit dem Zuckerspiegel im Blut zu tun. Darum geht das Hungergefühl auch weg.

Wir haben die Sonde im November lassen machen und sind sehr zufrieden damit. Es ist einfach, wenn sie gewechselt werden muss (Verstopft oder so) gibt es einfach eine Operation. Wir mussten sie bis jetzt noch nicht wechseln. Mann muss die Sonde einfach immer gut spühlen. Wenn es jetzt nicht so klappen würde mit dieser Sonde und sie in kurzerzeit mehrmals gewechselt werden muss oder immer wieder aus dem Darm rutscht, würde er eine Sonde direkt in den Darm bekommen und nicht mehr durch den Magen. aber wir haben bis jetzt gute Erfahrung gemacht und sind auch zufrieden so. Es ist ein kleiner Eingriff um diese Sonde zu legen und Michael könnte immer noch ohne Probleme essen.
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Gruss Heidi

Michael 12.02.2003: PCH 6, Mitochondriale Encephalopatie Complex 1 defiziens, Button, Epi, CP
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Beitrag von Rita » 8. August 2007, 12:08

Hallo Daniela!

Unser Matthias, 4 Jahre, hatte letztes Jahr diese Operation. Zuvor hatte er immer viel erbrochen. Auch mehrmals mit Blut, ein Zeichen, dass die Schleimhaut der Speiseröhre angegriffen war. Da auch verschiedene Medikamente nichts mehr halfen, empfahl uns Dr. Marx, Kispi St. Gallen diese OP. Die Operation verlief gut. Matthias hat nun eine grössere Narbe über dem Bauch.

Leider gab es bei ihm Komplikationen. Lungenentzündung und wegen seiner sonst schon trägen Darmtätigkeit - verdacht auf Darmverschluss. Die Notoperation verlief sehr gut, die Darmschlingen waren zum Glück nur verklebt. Wir hatten leider etwas Pech letzten Sommer. Denn die Geschichte zog sich über 11 Wochen dahin. Dazu ein anderes Mal mehr.

Aber die OP hat sich trotzallem gelohn. Matthias erbricht nicht mehr! Er kann es auch nicht mehr. Er hat nun fast 5 Kilo zugenommen und ist jetzt 13 Kilo schwer. Der Reflux ist noch vorhanden, darum gehen wir alle 3 Monate zur Kontrolle. Seit einigen Wochen haben wir das Antramups abgesetzt und bis jetzt geht es recht gut ohne Medi.

Ich wünsche Dir und Deinen Kindern alles Gute und hoffe, dass bei Nicola die OP ebenfalls ein grosser Erfolg wird.
LG Rita
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Fundoplicatio

Beitrag von CéliNico » 10. August 2007, 17:33

Liebe Rita,

danke auch dir für deine Mitteilung. Da bin ich ja nun echt beruhigt dass es Matthias wieder besser geht. Nach einer solchen langen Prozedur die er durchmachen musste. 11 Wochen ist 'ne lange Zeit. Hm...
Und er hat trotzdem noch den Reflux?
Eigenartig! Denn aus diesem Grund möchte ich ja die OP bei meinen Beiden machen lassen.

Warte immernoch auf das Aufgebot von den Aerzten, damit wir endlich mal genauer diskutieren könnten.

Alles Gute weiterhin für euch!

Lieber Gruss

Daniela
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Beitrag von Cyril » 28. August 2007, 11:55

Hallo

Wir haben bei Cyril auch diese OP machen lassen zusammen mit der Pegsonde. Cyril ging es leider nach der OP gar nicht gut und wurde mit hohen dosis morfium ruhig gelegt weill er sollche schmerztn hatte und das hat auchnicht immer gehollfen, alles im allem ist er ganze 5wo. im Kispi St.Gallen gewesen.
Alls er dan wieder zuhause war hat er einen ganzen monat nicht mehr gebrochen und wir hatten schon freude, dann hat er leider wieder angefangen bis sich die manschette angefangen hat zu weiten. Er ist durch das immerwieder im Kispi am Tropf da er zu wennig flüssigkeit im Körper hat durch das viele brechen. Uns wurde jetzt eine GES 45 esspause vorgeschlagen und durchgeführt und seid dort geht es Cyril wieder besser und bricht auch nicht mehr so viel. cyril hatte diese OP im Feb. 07 und ist jetzt vor kurzem 1.jahr alt geworden. Wir werden in zukunpft auch von Dr. Marx betreut er sei einer der bessten spez. der Schweiz hat man uns gesagt, naja mal schauen....

falls du noch fragen hast nur zu, beantworte sie gerne :-)

lg
Andrea
Andrea, Markus, Arina(27.5.04), Cyril mit CP- und schwerer Geistigerbehinderung(11.8.06) und Fabian 5.11.09

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