Leonie und ihre Familie
Verfasst: 21. Dezember 2004, 11:24
Wir möchten uns auch vorstellen.......
Unsere Familienmitglieder sind Daddy (Michael), Mami(Sandra) und Leonie(11.11.2002) und unser Stöpsel(ET 11.06.2005).
Leonie ist unser "besonderes" Kind und zwar hat sie bei der Geburt einen massiven Sauerstoffmangel erlitten, das sie steckengeblieben ist.
Ich muss vielleicht von vorne anfangen....
Die Schwangerschaft verlief problemlos, ich hatte überhaupt keine Komplikationen und es ging mir sehr gut. Der ET verstrich und ich musste jeden zweiten Tag im Spital antraben, um alles zu Kontrollieren...Es war jedes Mal alles ok. Nach zehn Tagen hatte ich genug und wollte die Einleitung, die Hebamme vertröstete mich auch dieses Mal wieder, ich war den Tränen nahe.
Zum Glück meldete sich die Kleine einen Tag später von selber an und wollte rauskommen, das heisst, ich hatte den ganzen Tag Wehen, aber die Abstände waren in allen verschiedenen Abständen und ich wusste nicht so genau, wann es losgehen sollte.
Am Abend entschieden wir, dass wir in den Spiatl einrücken. Der MUMU war 2cm offen!!!!!! Nach einer Stunde ging es dann vorwärts, 4cm ich musste nicht mehr nach Hause gehen....
Um 1 Uhr in der Nacht war der MUMU ganz offen laut Hebamme und ich musste mitpressen, obwohl ich kenen Pressdrang verspürte......Um 3Uhr sanken die Herztöne ab und ich musste die Badewanne sofort verlassen und aus Bett. Auf dem Rücken liegend verschlechterten sich die Herztöne immer wieder und ich musste mich auf die Seite drehen, was die Hölle war, da ich so enorme Schmerzen hatte........
Ich musste immer wieder mitpressen, es ging aber nicht vorwärts....Dann der Wehentropf, die Schmerzen waren unerträglich und auf meine Bitte nach Schmerzmittel wurde ich von der Hebamme nur angefaucht, dass eine Geburt halt Schmerzen bereitet!!!!
Um 4.30 waren die Herztöne weg und dann wurde der Arzt gerufen, der dann die Geburt mit der Saugglocke sofort beendete um das Leben des Kindes zu retten!!!! Um 4.55 hat Leonie das Licht der Welt erblickt, ohne Atmung, blau, die Nabelschnur straff um den Hals und für mich "tot".
Sie haben sie weggebracht uns sofort reanimiert.
Ich verblutete fast nebenan und musste sofort mit Vollnarkose behandelt werden. Der Mutterkuchen löste sich nicht und der Arzt hat ihn einfach rausgerisse, was den enormen Blutverlust erklärte. Bei mir hat sich auch alles verissen, was verissen werden konnte......
Leonie hatte einen Apgar Wert von 3/4/4 und hat auch nach 20min. nicht selber geatmet!!!!!!
Sie wurde dann mit der Rega ins KISPI nach St. Gallen geflogen. Dort wurde der massive Sauerstoffmangel bestätigt und sie wurde auf der Intensivstation behandelt.
Sie hat dann noch Epileptische Krämpfe bekomen, die Mittels Phenobarbital behandelt wurden.
Laut EEG + MRI wurde gesehen, dass sehr viele Gehirnzellen abgestorben waren, vorallem in motorischen Bereich.
Nach drei Wochen Neonatologie und Überwachung konnten wir sie nach Hause nehmen.
Das Phenobarbital musste sie noch ein Jahr lang nehmen und war seit dann Anfallsfrei.
Momentan geht es ihr gut, sie kann eigentlich alles, was ein normales Kind auch kann, sie ist vielleicht heute ein halbes Jahr hintendrein....
Wie die Spätfolgen aussehen wissen wir nicht, die können auch noch später kommen.
Mich macht einafch traurig, dass die Hebamme nicht reagiert hat und jetzt alle "Schuld" von sich auf mich abwälzt.
Das ist unsere Geschichte, ich bin froh, dass Leonie so gute Fortschritte macht !!!
Leider höre ich auch immer von unserem Umfeld, wir könnten ja froh sein, dass es unserem Kind so gut geht, aber sie vergessen immer, die Geschichte wo damit zusammenhängt und die kann man nicht so einfach abhacken, die wird uns immer begleiten, egal, was später aus Leonie wird.
Wir sind auch mit dem Anwalt und der Patientenorganisation am kämpfen, damit der Spital seinen Fehler einsieht und eingesteht, leider streiten sie alles ab, aber die Gutachten sprechen leider gegen sie.......
Machts gut und ich freue mich auf regen Austausch, vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt????
Liebe Grüsse Sandra und Leonie
Anmerkung von Bea (Moderation) Leider ist SandraM's Mailadresse nicht mehr gültig. Darum kommen Benachrichtigungen aus dem Forum zu Beiträgen oder PN's nicht mehr an. Der Account wird deshalb inaktiv gemacht. Die Beiträge von SandraM bleiben dem Forum hingegen erhalten, da sie durchaus ihren Wert auch für künftige Forumsbesucher behalten/ geprüft am 31.01.2021
Unsere Familienmitglieder sind Daddy (Michael), Mami(Sandra) und Leonie(11.11.2002) und unser Stöpsel(ET 11.06.2005).
Leonie ist unser "besonderes" Kind und zwar hat sie bei der Geburt einen massiven Sauerstoffmangel erlitten, das sie steckengeblieben ist.
Ich muss vielleicht von vorne anfangen....
Die Schwangerschaft verlief problemlos, ich hatte überhaupt keine Komplikationen und es ging mir sehr gut. Der ET verstrich und ich musste jeden zweiten Tag im Spital antraben, um alles zu Kontrollieren...Es war jedes Mal alles ok. Nach zehn Tagen hatte ich genug und wollte die Einleitung, die Hebamme vertröstete mich auch dieses Mal wieder, ich war den Tränen nahe.
Zum Glück meldete sich die Kleine einen Tag später von selber an und wollte rauskommen, das heisst, ich hatte den ganzen Tag Wehen, aber die Abstände waren in allen verschiedenen Abständen und ich wusste nicht so genau, wann es losgehen sollte.
Am Abend entschieden wir, dass wir in den Spiatl einrücken. Der MUMU war 2cm offen!!!!!! Nach einer Stunde ging es dann vorwärts, 4cm ich musste nicht mehr nach Hause gehen....
Um 1 Uhr in der Nacht war der MUMU ganz offen laut Hebamme und ich musste mitpressen, obwohl ich kenen Pressdrang verspürte......Um 3Uhr sanken die Herztöne ab und ich musste die Badewanne sofort verlassen und aus Bett. Auf dem Rücken liegend verschlechterten sich die Herztöne immer wieder und ich musste mich auf die Seite drehen, was die Hölle war, da ich so enorme Schmerzen hatte........
Ich musste immer wieder mitpressen, es ging aber nicht vorwärts....Dann der Wehentropf, die Schmerzen waren unerträglich und auf meine Bitte nach Schmerzmittel wurde ich von der Hebamme nur angefaucht, dass eine Geburt halt Schmerzen bereitet!!!!
Um 4.30 waren die Herztöne weg und dann wurde der Arzt gerufen, der dann die Geburt mit der Saugglocke sofort beendete um das Leben des Kindes zu retten!!!! Um 4.55 hat Leonie das Licht der Welt erblickt, ohne Atmung, blau, die Nabelschnur straff um den Hals und für mich "tot".
Sie haben sie weggebracht uns sofort reanimiert.
Ich verblutete fast nebenan und musste sofort mit Vollnarkose behandelt werden. Der Mutterkuchen löste sich nicht und der Arzt hat ihn einfach rausgerisse, was den enormen Blutverlust erklärte. Bei mir hat sich auch alles verissen, was verissen werden konnte......
Leonie hatte einen Apgar Wert von 3/4/4 und hat auch nach 20min. nicht selber geatmet!!!!!!
Sie wurde dann mit der Rega ins KISPI nach St. Gallen geflogen. Dort wurde der massive Sauerstoffmangel bestätigt und sie wurde auf der Intensivstation behandelt.
Sie hat dann noch Epileptische Krämpfe bekomen, die Mittels Phenobarbital behandelt wurden.
Laut EEG + MRI wurde gesehen, dass sehr viele Gehirnzellen abgestorben waren, vorallem in motorischen Bereich.
Nach drei Wochen Neonatologie und Überwachung konnten wir sie nach Hause nehmen.
Das Phenobarbital musste sie noch ein Jahr lang nehmen und war seit dann Anfallsfrei.
Momentan geht es ihr gut, sie kann eigentlich alles, was ein normales Kind auch kann, sie ist vielleicht heute ein halbes Jahr hintendrein....
Wie die Spätfolgen aussehen wissen wir nicht, die können auch noch später kommen.
Mich macht einafch traurig, dass die Hebamme nicht reagiert hat und jetzt alle "Schuld" von sich auf mich abwälzt.
Das ist unsere Geschichte, ich bin froh, dass Leonie so gute Fortschritte macht !!!
Leider höre ich auch immer von unserem Umfeld, wir könnten ja froh sein, dass es unserem Kind so gut geht, aber sie vergessen immer, die Geschichte wo damit zusammenhängt und die kann man nicht so einfach abhacken, die wird uns immer begleiten, egal, was später aus Leonie wird.
Wir sind auch mit dem Anwalt und der Patientenorganisation am kämpfen, damit der Spital seinen Fehler einsieht und eingesteht, leider streiten sie alles ab, aber die Gutachten sprechen leider gegen sie.......
Machts gut und ich freue mich auf regen Austausch, vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt????
Liebe Grüsse Sandra und Leonie
Anmerkung von Bea (Moderation) Leider ist SandraM's Mailadresse nicht mehr gültig. Darum kommen Benachrichtigungen aus dem Forum zu Beiträgen oder PN's nicht mehr an. Der Account wird deshalb inaktiv gemacht. Die Beiträge von SandraM bleiben dem Forum hingegen erhalten, da sie durchaus ihren Wert auch für künftige Forumsbesucher behalten/ geprüft am 31.01.2021