Ich und Paulin
Verfasst: 1. April 2009, 09:21
Hallo!
Gerne möchte ich mich und meinen kleinen Sohn Paulin (jetzt 12 Monate) vorstellen. Ich bin 35 Jahre alt und alleinerziehend mit ihm.
Er wurde am 11.3.2008 einen Monat zu früh geboren. Er hat aber von anfang an alles sehr gut gemacht und musste deshalb nur zwei Tage auf der Neonatologie sein. Am Tag der Geburt kam die Ärztin mit der schlechten Nachricht, dass Paulins Hirn etwas unterentwickelt sei (festgestellt durch einen Untraschall durch die Fontanelle), deshalb auch der kleine Kopfumfang. Mikrozephalie. Einen Monat später hatten wir einen Termin im Kinderspital. Da wurde mir dann nochmals genau erklärt, was dies alles heissen könnte und dass ein MRI genaueres zeigen könnte. Ich wollte dies aber nicht machen, denn es kam mir falsch vor. Als würde ich nach Fehlern suchen. Ich wollte Paulin so nehmen wie er ist und jeden Tag beobachten und dann reagieren. Ich bereue das bis heute nicht. Ich habe immer gesagt, dass wenn es für seine Gesundheit bedrohlich sei, ich das MRI sofort mache würde, aber solange es nur um das genaue Feststellen der Unterentwicklung gehe, dann wollte ich es nicht machen. Für die Ärzte im Kinderspital war das ok und auch für seinen Kinderarzt.
Paulin hat sich bis heute sehr gut entwickelt. Er kriecht, spielt, reagiert, lacht fast wie ein normales Kind. Langsam zeigt sich aber, dass die Entwicklung schon etwas langsamer verlaufen wird. Er spielt noch sehr einfach und scheint Ursache und Wirkung nicht wirklich einschätzen zu können. Auch brabbelt er kaum.
Paulin geht zwei Tage in eine normale Krippe. Sein Kopf ist zwar wirklich auffallend klein aber seine Figur ist insgesamt sehr klein und fein. Er isst gar nicht gerne und ist deshalb jetzt mit 12 Monaten auch erst 6500 gr schwer.
Mir ist klar, dass ich mit Paulin's Situation schlussendlich doch viel Glück hatte und alles viel schlimmer sein könnte, und dass wir mit Heilpädagogik wahrscheinlich viel erreichen werden können.
Die Situation ist trotzdem nicht einfach.
Ich habe mich auf diesem Forum gemeldet mit der Hoffnung, dass ich vielleicht Eltern kennenlernen werde, die ein ähnliches Schicksal haben und man vielleicht etwas Erfahrung austauschen kann. Auch fände ich es sehr schön ab und an mit Paulin in eine Spielgruppe zu gehen mit ähnlich betroffenen Kindern. Kennt jemand sowas?
ICH MÖCHTE AUCH DIE GELEGENHEIT AUFBRINGEN UND MEINE TIEFSTE BEWUNDERUNG FÜR ELTERN MIT BESONDEREN UND BEHINDERTEN KINDERN KUNDTUN. KAUM VORSTELLBAR WIEVIEL KRAFT UND ENERGIE MAN AUFBRINGEN MUSS. ALLE DIESE ELTERN KÖNNEN OHNE FRAGE SEHR SEHR STOLZ AUF SICH SEIN!
Lieber Gruss, Lisa
Gerne möchte ich mich und meinen kleinen Sohn Paulin (jetzt 12 Monate) vorstellen. Ich bin 35 Jahre alt und alleinerziehend mit ihm.
Er wurde am 11.3.2008 einen Monat zu früh geboren. Er hat aber von anfang an alles sehr gut gemacht und musste deshalb nur zwei Tage auf der Neonatologie sein. Am Tag der Geburt kam die Ärztin mit der schlechten Nachricht, dass Paulins Hirn etwas unterentwickelt sei (festgestellt durch einen Untraschall durch die Fontanelle), deshalb auch der kleine Kopfumfang. Mikrozephalie. Einen Monat später hatten wir einen Termin im Kinderspital. Da wurde mir dann nochmals genau erklärt, was dies alles heissen könnte und dass ein MRI genaueres zeigen könnte. Ich wollte dies aber nicht machen, denn es kam mir falsch vor. Als würde ich nach Fehlern suchen. Ich wollte Paulin so nehmen wie er ist und jeden Tag beobachten und dann reagieren. Ich bereue das bis heute nicht. Ich habe immer gesagt, dass wenn es für seine Gesundheit bedrohlich sei, ich das MRI sofort mache würde, aber solange es nur um das genaue Feststellen der Unterentwicklung gehe, dann wollte ich es nicht machen. Für die Ärzte im Kinderspital war das ok und auch für seinen Kinderarzt.
Paulin hat sich bis heute sehr gut entwickelt. Er kriecht, spielt, reagiert, lacht fast wie ein normales Kind. Langsam zeigt sich aber, dass die Entwicklung schon etwas langsamer verlaufen wird. Er spielt noch sehr einfach und scheint Ursache und Wirkung nicht wirklich einschätzen zu können. Auch brabbelt er kaum.
Paulin geht zwei Tage in eine normale Krippe. Sein Kopf ist zwar wirklich auffallend klein aber seine Figur ist insgesamt sehr klein und fein. Er isst gar nicht gerne und ist deshalb jetzt mit 12 Monaten auch erst 6500 gr schwer.
Mir ist klar, dass ich mit Paulin's Situation schlussendlich doch viel Glück hatte und alles viel schlimmer sein könnte, und dass wir mit Heilpädagogik wahrscheinlich viel erreichen werden können.
Die Situation ist trotzdem nicht einfach.
Ich habe mich auf diesem Forum gemeldet mit der Hoffnung, dass ich vielleicht Eltern kennenlernen werde, die ein ähnliches Schicksal haben und man vielleicht etwas Erfahrung austauschen kann. Auch fände ich es sehr schön ab und an mit Paulin in eine Spielgruppe zu gehen mit ähnlich betroffenen Kindern. Kennt jemand sowas?
ICH MÖCHTE AUCH DIE GELEGENHEIT AUFBRINGEN UND MEINE TIEFSTE BEWUNDERUNG FÜR ELTERN MIT BESONDEREN UND BEHINDERTEN KINDERN KUNDTUN. KAUM VORSTELLBAR WIEVIEL KRAFT UND ENERGIE MAN AUFBRINGEN MUSS. ALLE DIESE ELTERN KÖNNEN OHNE FRAGE SEHR SEHR STOLZ AUF SICH SEIN!
Lieber Gruss, Lisa