Kinderspitex: total geschätzt und trotzdem belastend :-S

Hier könnt ihr alles einstellen, das nicht zu einem der oben angeführten Themen passt
Antworten
Benutzeravatar
batida
Beiträge: 148
Registriert: 29. Juni 2005, 16:36
Wohnort: Bad Zurzach
Kontaktdaten:

Kinderspitex: total geschätzt und trotzdem belastend :-S

Beitrag von batida » 29. September 2006, 16:52

hallo

ich spreche hier alle an, die viel externe unterstützung kriegen.

ich habe seit einem jahr mein intensivkind zu hause ... alles ist soweit nun recht gut aufgegleist und es "läuft".

nur ich... ich stehe mir vermutlich oft selber in der sonne :-( ... ich bin total dankbar für die hilfe, welche uns zuteil kommt... aber, ich leide auch darunter. - ich habe total gute leute und möchte keine person missen... aber, ich haddere oft damit, dass es andere leute braucht, um meinem kind ein ideales umfeld aufzubauen... all die meinungen und kommentare.. tagtäglich läutet es an der tür und es kommt wieder jemand "in" unsere familie. - ich habe es zu beginn mit 10 stunden täglich versucht... unterdessen bin ich auf durchschnittlich 40 stunden in der woche.. aber... irgendwie "passt" es mir auch nicht wirklich so. - wenn ich dann mal mehr stunden brauch, krieg ich niemanden und sonst werde ich oft ermahnt, doch die hilfe auch auszuschöpfen *seufz*..

ich weiss... hier im forum gibt es sicherlich eltern, welche froh wären, sie hätten mehr hilfe! ich weiss auch, dass es sicherlich soweit kommen wird, dass ich mehr hilfe in anspruch nehmen muss, weil mein sohn grösser und schwerer wird. - aber, es ist halt einfach so, dass ich sehr damit haddere und mich zuwenig in die situation reinschicken kann..

wie sind eure erfahrungen - kniffs... wie habt ihr gelernt, damit umzugehen... bzw. zu akzeptieren, dass es nicht "nur" die mama und den papa braucht, dass es dem kind gutgehen kann?
Wir lassen uns nicht behindern!
Flavia
Site Admin
Beiträge: 977
Registriert: 6. Dezember 2004, 12:31
Wohnort: 8840 Einsiedeln
Kontaktdaten:

Batida

Beitrag von Flavia » 1. Oktober 2006, 18:46

Hoppla schon ein Jahr??!!

Ich kann dir zu gut nachfühlen!!Zwar brauchte ich nie so intensive Betreuung, aber es waren auch immer wieder "fremde" Leute bei uns.
Wir hatten anfangs die Joel Stiftung. Obwohl wir eine tolle Betreuung hatten und ich froh um die Hilfe war ist halt doch immer jemand ausserstehender bei einem zu Hause.
Ich hatte immer ein bisschen das Gefühl wir müssen darauf achten dass das haus sauber ist, die Kinder anständig, ich nicht gereizt, etwas gesundes gekocht e.t.c.
Wenn die Spitex( für Haushalt) bei uns war schämte ich mich dass es offensichtlich war dass ich nicht allem gewachsen war : ( ...
Zusätzliche nicht bös gemeinte Sprüche von Nachbarn halfen nicht gerade für mein Selbstbewusstsein.
Inzwischen habe ich das Gefühl dass ich damit umgehen kann.( Meistens)

Sind wir doch ehrlich was wir alles leisten ist doch schon enorm!
Wenn ich denke dass ich zeitweise vier Therapien in der Woche mit Siro hatte, die Kispi- und Arzttermine, die Termine der Geschwister und mir... Zusätzlich Haushalt, spielen mit den Kindern, medizinische Betreuung und da wäre ja noch eine Partnerschaft!!!
Ich merke erst jetzt wo wir es viel "lockerer" haben wie einem das alles "schafft".

Oje jetzt habe ich etwas weit ausgeholt, sorry!!

Ganz liebe GRüsse und viel Kraft! Flavia
Antworten