Geschwister behinderter Kinder (Procap-Magazin)

Hier könnt ihr alles einstellen, das nicht zu einem der oben angeführten Themen passt
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Geschwister behinderter Kinder (Procap-Magazin)

Beitragvon ProcapMagazin » 8. Oktober 2009, 15:11

Guten Tag zusammen

Ich arbeite beim Schweizer Behindertenverband Procap in der Kommunikationsabteilung und schreibe unter anderem Artikel für das Mitgliedermagazin. Schwerpunkt der nächsten Ausgabe, die Anfangs Dezember erscheint, ist die Kindheit der Geschwister von behinderten Kindern.
Ich porträtiere dabei eine Familie und stelle verschiedene Bücher vor, unter anderem
Nora Haberthür, Kinder im Schatten
Ilse Achilles, „... und um mich kümmert sich keiner!"
Waltrad Hackenberg, Geschwister von Menschen mit Behinderung
Insieme Schweiz-Broschüre, Ich bin auch da.

Ich wäre nun froh, wenn ihr mir per PN oder auch im Forum auf folgende Fragen ein Feedback geben könntet:

1. Welche Bücher könnt ihr empfehlen? Machen die Ratgeber Mut oder sind sie eher zu negativ geschrieben?
2. Was ist euer Hauptratschlag, damit sich die Geschwister behinderter Kinder nicht innerhalb der Familie benachteiligt fühlen?

Gerne würde ich euere Ratschläge im Procap-Mitgliedermagazin mit Forumspseudonym oder richtigem Namen zitieren.

Freundliche Grüsse
Matthias

http://www.procap.ch/d/aktuell/zeitung.html
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Beitragvon Flavia » 8. Oktober 2009, 20:36

Das Heft das ich über Geschwisterkinder gelesen habe war zwar sehr gut, gab mir aber das Gefühl meine anderen Kindern total zu vernachläsigen und eine schlechte Mutter zu sein.
Bei vielem dachte ich dass das ja logisch ist, so und nicht anders zu handeln....
Generell ist ja auch bei gesunden Geschwisterkindern immer ein Konkurenzkampf da.

Bei den meisten Familien mit einem behinderten Kind (die ich kenne) geben sich die Eltern extrem Mühe allen Kindern gerecht zu werden. Z.B. indem sie mit den Kindern getrennte Sachen unternehmen oder in dem die Väter Urlaub nehmen wenn ein Kind in den Spital muss e.t.c.

Allerdings kenne ich auch nur diesen einen Ratgeber : )).

Liebe Grüsse Flavia
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Beitragvon Beatrice » 8. Oktober 2009, 22:46

Als Bücherfee hier im Forum habe auch auch dem Thema "Behindertes Geschwisterkind" einen Thread gewidmet, evtl. finden Sie da noch Literaturhinweise:
http://www.dasanderekind.ch/phpBB2/viewtopic.php?t=215

Da ich auch selber einen Bruder mit Down Syndrom hatte, (leider starb er im Alter von 10 Jahren), ist mir das Thema auch praktisch bekannt.
Mein Berufswunsch, Heilpädagogin zu werden, gründete vor allem auf den Erfahrungen, die ich mit Daniel machen durfte. Persönlich habe ich mich nie benachteiligt gefühlt, ich hütete ihn gerne. Er war ein liebevolles, dankbares und fröhliches Kind. Er liebte mich und zeigte es mir auch, auch deshalb war er mir nie lästig.
Ich habe viele Bücher zum Thema gelesen, die es damals in den 1980-er Jahren gab, vor allem nach Daniels Tod. Gut gefallen hat mir "Ben lacht", Regenbogenweg, Mein kleiner, grosser Bruder, SJW-Heft Claudia und die Entscheidung.
Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich einfach per PN

Liebe Grüsse
Bea
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Beitragvon batida » 15. Oktober 2009, 18:25

selber habe ich zwei- drei bücher gelesen..

das von nora haberthür ist mir in positiver erinnerung geblieben.

und zwar deshalb, weil es sehr viele aussagen von betroffenen geschwistern in verschiedenen altersklassen - auch von unterdessen erwachsenen - hat. - es zeigt auch deutlich, wie individuell die einzelnen geschwistern mit der problematik umgegangen sind bzw. umgehen und lässt hoffen, dass das eigene (gesunde) kind es schafft, die thematik so zu sehen, wie diejenigen aus dem buch, welche stark sind.

ganz allgemein finde ich es ein einfühlsam verfasstes buch, welches hoffnung und gute tipps gibt. - werde es bei dieser gelegenheit grad mal wieder hervorkramen und nochmal zu gemüte führen..
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Beitragvon batida » 15. Oktober 2009, 18:36

mein hauptratschlag (wenn ich überhaupt berechtigt bin, diesen anzubringen.. ich lebe oft an der grenze und reflektiere unsere familiensituation):

in der familie und vorallem auch gegenüber dem "kranken" kind erziehung leben. - bei allen grenzen setzen und das beste fordern... jedem nach seinen möglichkeiten!
Wir lassen uns nicht behindern!

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