arbeiten mit einem behinderten Kind

Hier könnt ihr alles einstellen, das nicht zu einem der oben angeführten Themen passt
Carmen
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arbeiten mit einem behinderten Kind

Beitrag von Carmen » 4. August 2009, 16:25

Mein Mann hat mir vor 2 Wochen gestanden, dass er eine andere Frau kennengelernt hat. Ich war wie vor den Kopf gestossen, da ich die ganze Zeit nie etwas mitbekommen habe, da er eh viel Abends unterwegs war an irgend einer Sitzung etc. ( er ist im Gemeinderat) Nun stehe ich bald einmal alleine mit meinen beiden Kindern da. Die ältere Tochter wird demnächst 15 Jahre alt und die jüngere Tochter ist 12 Jahre alt und behindert. Sie besucht die Heilpädagogische Schule. Ich habe grosse Angst wie es nun finanziell bei uns weiter geht. Wir haben einen kleinen Bauernbetrieb und konnten bis anhin einigermassen gut davon leben weil mein Mann auch noch teilweise auswärts arbeitet. Ich habe keine Ahnung wieviel Geld ich dann im Endeffekt bekommen werde. Ich denke ich muss mir dann einen Job suchen. Bis jetzt bin ich Hausfrau gewesen, habe die Kinder betreut und auf dem Hof mitgeholfen. Sprich ich bin 15 Jahre vom Berusleben weg, bin nun 45 und habe 2 Kinder, eines davon behindert. Werde ich überhaupt eine Chance im Arbeitsmarkt haben? Wie sieht es aus mit der Hilflosenentschädigung, wird die bei der Berechnung des Einkommens als Einkommen angerechnet oder bekommt ich die einfach dazu weil ich ja meine Tochter betreuen muss oder sorgen muss dass sie, fals ich einen Job finde betreut wird ausserhalb der Schulzeit?

Kann mir jemand Tipps dazu geben.

Vielen Dank

Gruss

Carmen
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Shooter
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Beitrag von Shooter » 4. August 2009, 17:04

Hallo Carmen

Also was die HE betrifft, denke ich nicht, dass Dir die am Einkommen angerechnet wird, bei uns ist die HE jedenfalls auch bei den Steuern nicht als Einkommen eingerechnet. Das ist nach meiner Meinung auch richtig so, schliesslich bekommt man die HE ja um die Mehrkosten eines Behinderten Kindes gegenüber eines gesunden zu decken.
Ob Du auf dem Arbeitsmarkt noch eine Chance hast, kann ich Dir leider auch nicht beantworten. Es wird sicher auch darauf ankommen, wie flexibel Du mit einem behinderten Kind sein wirst. Aber die Zeit in der sie in der Schule ist sollte ja eigentlich nicht das Problem sein, aber es kommt darauf an, wie deine Arbeitszeiten und die Schulzeiten zusammenpassen werden.
Sicher bist du im Moment in einer sehr schwierigen Situation, aber denk daran, dass sich mit der Zeit alles wieder normalisieren wird. Und ich denke mal, dass Du für die Betreuung der Kinder sicher auch noch was von deinem Mann bekommen wirst, und die Betreuung eines behinderten Kindes ist sicher aufwendiger als die eines gesunden und ich denke mal, obwohl ich mich damit nicht auskenne, dass das sicher auch angerechnet werden wird.
Kopf hoch, es kommt wie es muss. Und Probleme gibt es ja nicht, es gilt nur die Lösung zu finden.
Viele Grüsse
Roger

Unser Michael 12.2.2003 hat eine Mitochondriopathie mit Complex 1 Defizienz. (Genfehler der seine Hirnzellen absterben lässt). Er hat den Entwicklungsstand eines Neugeborenen, Epilepsie, wird per Button ernährt.
Carmen
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Beitrag von Carmen » 4. August 2009, 18:13

Hallo Roger
Danke für deine Antwort.
Ja es ist auch bei uns so, dass die HE nicht versteuert werden muss, aber auf der Gemeinde war die Dame auch nicht sicher ob es eben trotzdem angerechnet wird. Ich sehe es so wie du, dass es an sich nicht angerechnet werden sollte, weil ich ja erstens einen Mehraufwand und zweitens höhere Kosten durch ein behindertes Kind habe.

Unsere Tochter wird jeweils um 8.30 Uhr vom Schulbus abgeholt und um ca 16.00 Uhr wieder nach Hause gebracht. In dieser Zeit könnte ich natürlich gut arbeiten gehen, das Problem ist nur ob man in der heutigen Zeit und in meiner Situation Bedingungen stellen kann, wie z.B "ich kann erst ab 9.00 Uhr morgens und nur bis spätestens 15.30 Uhr arbeiten. ( müsste ja erst, nachdem meine Tochter abgeholt wurde, an den Arbeistplatz fahren und spätestens um 16.00 Uhr wieder zu Hause sein) Und was ist in den Ferien? Das ist das Problem. Ich will aber natürlich auch nicht unbedingt zu Hause sitzen und Däumchen drehen, das kann es ja auch nicht sein. Zudem werde ich ja immer älter und bin immer länger vom Berufsleben weg und irgendwann später muss ich dann eine Arbeit finden was dann auch nicht einfacher wird je länger ich mit dem Arbeiten warte. Und vom Soz.amt abhängig sein ist auch nicht gerade mein Traum. Wenn es für die erste Zeit sein müsste ok, aber ich möchte auf eigenen Beinen stehen und nicht für jeden Franken Rechenschaft ablegen müssen.

Gruss

Carmen
matafarami
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Beitrag von matafarami » 4. August 2009, 22:12

Hallo Carmen, das tut mir wirklich sehr leid für dich.
Auf jedenfall glaube ich kaum, dass HE angerechnet wird! Wir müssen es ja auch nicht versteuern!
Vielleicht kann dir ja der Sozialdienst deiner Gemeinde oder auch die Pro Infirmis weiterhelfen.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft!

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Carmen
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Beitrag von Carmen » 5. August 2009, 00:04

Hallo matafarami

Danke für deine lieben Worte. Ich bin sicher nicht die Einzige in so einer Situation, dennoch fühlt man sich in dem moment etwas unsicher weil man nicht weiss was noch alles kommt. Ich hoffe einfach nicht, dass ich zum Sozialfall werde. Gerade in der jetztigen Zeit der Wirtschaftskrise wird es sicher nicht einfach einen Job zu finden. Auf mich hat die Berufswelt nicht gewartet.
Wir werden einen Termin vereinbaren um eine sogenannte Trennungsvereinbarung zu machen. Dazu hat mir die Dame auf der Gemeinde geraten. Wenn wir dies dann mal hinter uns haben weiss ich wenigstens wieviel ich bekommen werde und kann dann schauen wie weiter. In meinem erlernten Beruf ( Detailhandelsangestellte) glaube ich kaum einen Job zu finden wo ich auch genug verdiene ohne was weiss ich wieviel arbeiten gehen zu müssen. Habe mich auch übers Internet informiert wie es wäre, wenn ich einen Pflegehelferkurs SRK machen würde. Habe vor meiner Ehe schon mal 5 Jahre in der Pflege gearbeitet. Damals als sogenannte Schwesternhelferin.( habe mehr verdient als ungelernte als in meinem erlernten Beruf) Heute kann man als Pflegehilfe nur noch arbeiten wenn man im Minimum diesen Pflegehelferkurs gemacht hat. Zudem denke ich in der Pflege mehr Erfolg zu haben mit einem Job.

Gruss

Carmen
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chrigi
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Beitrag von chrigi » 3. September 2009, 10:49

Liebe Carmen,

Erstmal wünsch ich Dir von Herzen ganz viel Kraft, die neue Situation gut zu meistern.
Ich glaube auch nicht, das die HE angerechnet wird. Aber hierzu kriegst Du ganz sicher die richtige Antwort bei der Procap. Ausserdem was ich sicherlich auch machen würde ist; Ergänzungsleistungen bei der IV beantragen. Die EL rechnet ein höheres Mindestbudget, wie es z.B. das Sozialamt macht.
Ich denke was für Dich Jobmässig sicherlich interessant wäre ist bei der Spitex oder in einer Kantine oder Mittagstisch, wo Du hauptsächlich über die Mittagszeit arbeiten würdest.

Ich wünsch Dir auf alle Fälle ganz viel Glück.

Alles Liebe

Chrigi
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Beitrag von Carmen » 3. September 2009, 14:55

Hallo Chrigi

Nun wir sind mittlerweilen etwas weiter und waren in der Zwischenzeit einmal beim Anwalt. Bei dem sind nun alle Unterlagen aus welchen er nun die beiden Bedarfsrechnungen, einerseits für meinen "noch Mann " und andererseits für mich und die Kinder, macht. Es sieht so aus, dass die Hilflosenentschädigung bei meiner Seite als Einkommen angeschaut wird. Versteuern muss ich aber dieses Geld denke ich sicher nicht, da wir dies ja bis anhin auch nicht mussten. Reichen wird mir das Geld, was mein Mann mir geben kann und das Geld von der Hilflosenentschädigung, aber sicher nicht zum leben. Laut dem Anwalt wird es für mich wohl schwierig sein in meinem erlernten Beruf einen Job zu finden und ich würde halt wohl oder übel aufs Sozialamt gehen müssen. Ausser natürlich ich kann hier in der Wohnung umsonst weiter wohnen bleiben und mein Mann ist einfach in der oberen Wohnung wo seine Mutter bis im Frühling gewohnt hat. Dann würde es wohl gehen. Aber ich muss natürlich damit rechnen, dass dann irgendeinmal seine Freundin hier auftauchten wird. Macht mich auch nicht gerade glücklich, aber meine ältere Tochter hat Bewerbungen geschrieben und da haben wir natürlich die Adresse und Telefonnummer von hier angegeben von wo sonst. Nun kann ich eh nicht so hoppladiehopp von hier weg gehen. Es kann sich ja jederzeit jemand melden wegen der Bewerbung. Ist im moment schon etwas scheisse das Ganze. Ich habe mit meinem Mann gesprochen, dass er einfach nun warten muss, sprich dass seine Freundin nicht jetzt sofort hier auftauchen soll. Ich hoffe er hält sich an sein versprechen. Danach können wir sicher erst mal im Haus meiner Eltern einziehen. ( im Haus oben ist eine 4-Zimmerwohnung)
Jobmässig habe ich evt etwas in Aussicht. Ist aber noch nichts sicheres. Aber wenigstens ein kleiner Lichtblick.

Gruess

Carmen
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Hallo Carmen

Beitrag von Flavia » 3. September 2009, 20:34

Habe deinen Text erst jetzt gelesen. Das tut mir alles sehr leid für dich. Das muss ein unglaublicher Schlag sein.
Zum einem die psychische Belastung wegen der Trennung und dann noch dem Geld hinter her jagen.

Mal eine andere Frage. Auch wenn ihr euch trennt, als Vater bleibt er ja bestehen! Könntet ihr euch nicht so organisieren dass du z.B. teils an Wochenenden oder auch unter der Woche arbeitest und er die behinderte Tochter vom Bus holt, resp. generell einen Tag unter der Woche übernimmt. Meistens ist es ja so dass auch die Väter nicht glücklich sind mit dem Besuchsrecht alle zwei Wochen. (Ich persönlich finde das ziemlich diskriminierend, sofern der Vater sich vorher auch um die Kinder gemümmert hat.)

Wegen dem Geld. Das mit der Ergänzungsleistung wusste ich nicht, ich habe immer geglaubt das sei erst am 18 jahren. Ich würde dir auch einmal empfehlen bei Procap nachzufragen.
Das Sozialamt ist sicher für den Anfang eine Möglichkeit, allerdings muss man dieses Geld wieder zurückzahlen sobald man mehr zur Verfügung hat!!!

Das mit dem zusammen leben im gleichen Haus mit Ex ist euch überlassen, für mich käme dies nie in Frage!!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Ganz liebe Grüsse Flavia
Zuletzt geändert von Flavia am 4. September 2009, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Carmen » 3. September 2009, 22:39

Hallo Flavia

Ja klar muss mein Mann mir helfen mit der Betreuung der Kinder wenn ich einen Job gefunden habe. Je nach dem wie ich dann halt arbeite. Wir haben einen kleinen Bauernhof und mein Mann geht noch nebenbei arbeiten. ( nicht jeden Tag) Trotzdem wird es sicher gehen, dass er an dem einen oder anderen Tag unsere Tochter, bevor sie vom Schulbus abgeholt wird und wenn sie wieder zurück kommt, betreut. Ich habe ja im Sinn den Pflegehelferkurs zu machen da ich in diesem Bereich eher einen Job finde und da wäre dann natürlich ganz klar wenn ich mal am Wochenende arbeiten müsste, dass dann auch mein Mann auf die Kinder schaut. Habe das mit ihm auch schon besprochen und für ihn wäre das absolut ok.

Die Wohnsituation wie wir sie im moment haben, ist ganz klar keine Lösung für immer. Im moment aber geht es nicht anders. So bald wir die Unterlagen vom Anwalt haben und ich weiss wie viel mir mein Mann geben muss oder kann, kann ich auch besser anfangen zu planen. Im moment weiss ich ja noch gar nicht was mir zusteht. Zudem hat meine Tochter Bewerbungen geschrieben in den Sommerferien, wo ich noch nichts von der Freundin meines Mannes wusste, und somit ist nun natürlich in den Bewerbungsunterlagen die Adresse und Telefonnummer von hier drin.
Bis jetzt klappt es eigentlich ganz gut mit dem wohnen so. Ich denke wir würden eh ins Haus meiner Eltern ziehen, denn die wohnen im selben Dorf wie wir jetzt wohnen und so könnte die ältere Tochter die Schule auf jedenfall hier fertig machen, was mir sehr wichtig ist. Und meine Mutter könnte dann auch mal zur behindertn Tochter schauen wenn ich zur Arbeit müsste oder noch nicht zu Hause wäre. Aber meine Eltern wollen erst noch im unteren Stock ( den sie bewohnen) den Teppich austauschen und frisch streichen. Bis dies nicht gemacht ist können wir auch noch nicht im oberen Stock einziehen, da sie diesen Platz während dieser Zeit selber brauchen. Danach wäre es aber ok und wir könnten theoretisch einziehen. Dann müssten wir nur noch das Problem mit der Adresse und der Telnr. in den Bewerbungen lösen.
So lange müssen wir nun einfach klar kommen hier. Ich denke dass schaffen wir schon.

Das mit den Ergänzungsleistungen wusste ich auch nicht. Aber wie gesagt um all diese Sachen zu organisieren müsste ich erst mal Bescheid vom Anwalt haben.

Gruess

Carmen
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Carmen

Beitrag von Flavia » 4. September 2009, 20:46

Das mit der Wohnsituation sehe ich ein. Ist auch schneller gesagt als umgesetzt ; ) !
Ich denke es ist sowieso für alle extrem schwierig mit so grossen veränderungen. Für Kinder finde ich es auch nicht sinnvoll sie aus dem sozialen netz zu reissen, zumal sie ja schon mit der Trennung zurecht kommen müssen, allerdings geht es manchmal halt auch nicht anderst.
Wegen der Hilflosenentschädigung. Theoretisch müsstet ihr dann ja genau abrechnen wann die Tochter bei wem war... auch sehr kompliziert.
Ist euer Anwalt im Bild wie das rechtlich mit behinderten Familienmitgliedern geregelt ist?
Konntet ihr euch schon Infos holen über Procap oder ist das nicht so einfach?

Ganz liebe Grüsse Flavia
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Beitrag von Carmen » 5. September 2009, 12:20

Hallo Flavia
Ja das ist eben genau auch so ein Problem. Die behinderte Tochter hängt an ihrem Papa und so sieht sie ihn wenigsten noch öfters. Die Aeltere möchte hier auch nicht unbedingt weg. Ausser eben wir würden zu meinen Eltern ziehen. Die wohnen im selben Dorf. Sie hat Angst ihre Freundinnen zu verlieren, was ja verständlich ist. Wenn die Familie schon nicht mehr intakt ist, bleibt ihnen wenigstens die Umgebung in der sie sich wohl fühlen erhalten. Zumindest so lange bis die Neue von meinem Mann hier auftaucht. Dann ist das wohnen hier sicher nicht mehr so angenehm. Ich hoffe nun einfach mein Mann hält sich an sein Verpsrechen, dass seine Freundin erst hier her kommt wenn wir weg sind. Und das kann halt noch ein bisschen dauern. Wie gesagt die Aeltere hat Bewerbungen geschrieben und das dauert nun halt noch ein Weilchen bis man von überall eine Antwort hat und sie eine Lehrstelle gefunden hat.

Ganz ehrlich wegen der Hilflosenentschädigung, während der Zeit wo meine Tochter beim Vater ist, mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Habe nämlich gestern Post vom Anwalt bekommen und mir wird ja die Hilflosenentschädigung als Einkommen angerechent, sprich es wird vom errechneten Grundbedarf ( Existenzminimum) von dem was mir mein Mann bezahlen müsste abgezogen. Somit bin ich auf dieses Geld angewiesen. Ich bekomme eh nicht viel. Muss aber noch einen Termin beim Anwalt machen, da noch so einige Sachen auf seiner Seite offen sind und auch wir ( mein Mann wie ich) noch div Fragen haben. Bei uns ist es leider etwas kompliziert. Wir wohnen ja in einem Bauernhaus und dort drin sind 2 Wohnungen. In der Kleineren ( 3 Zimmerwohnung) ist nun mein Mann und ich bin mit den Kindern in der 4,5 Zimmerwohnung. Ist irgendwie auch so angerechnet worden in der Bedarfsrechnung, weil wir ja beim ersten Gespräch gesagt haben, dass wir erst mal so wohnen bleiben da dies für uns im moment die günstigste Lösung ist. Aber eben sicher keine Lösung für immer. Ich frage mich nun halt einfach wie das ist wenn ich hier weg ziehe. Habe ja dann nicht genug Geld um eine Wohnung zu mieten. Entweder muss mein Mann dann die Wohnung vermieten um mir mehr Geld geben zu können oder ich muss aufs Sozialamt. Ausser ich finde vorher einen Job. Meine Meinung ist eben das es nicht sein kann oder darf, dass dann die eine Wohnung leer steht und ich dafür aufs Sozialamt muss. Wäre ja totaler Schwachsinn.
Dann haben wir diesen Frühling das Stöckli total umgebaut. Dieses ist nun vermietet. Auch da gibt es div Fragen da der Anwalt verschiedene Bedarfsrechnungen gemacht hat weil er nicht wusste wie wir das mit dem Stöckli lösen. etc etc.

Bei Procap habe ich mich noch nicht gemeldet, da ich erst wissen will wie so eine Bedarfsrechnung genau aussieht. Kann mich dann bevor ich die Trennungsvereinbarung unterschreibe immer noch tel. beraten lassen.

Grüessli

Carmen
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Beitrag von chrigi » 14. September 2009, 10:21

Sali Carmen,

Sorry hab erst heute wieder hier reingelesen, bin momentan immer etwas auf dem Sprung.
Also, solange Ihr in Trennung lebt, muss Dein Mann für Deine Wohnsituation aufkommen. Also das heisst; Dein Mann muss Dir eine Wohnung finanzieren, ausserdem ist es unzumutbar, das Du im gleichen Haus leben musst wie Dein Mann. Also Fakt ist, Dein Mann würde Deine jetztige Wohnung gescheiter vermieten. Wenn ich recht informiert bin, müsste er Dir auch die Hälfte der Miete vom Stöckli auszahlen (bin mir aber nicht wirklich sicher). Was Du Dir auch im Klaren sein musst, ist, das der SRK-Kurs recht teuer ist.
Das mit den Bewerbungen sollte auch kein Problem sein, denn wenn Ihr umzieht, nehmt ihr entweder Eure Telefonnummer mit oder bei einer neuen Telefonnummer käme bei der alten das Sprüchli das Ihr einen neuen Anschluss habt und dazu die neue Nummer. Auch die Adresse ist doch kein Problem, denn wenn Ihr umzieht dann machst Du bei der Post ja einen Nachsendeauftrag und kriegst die Post von der alten Adresse an die neue geliefert und das für ganze 12 Monate.
Also mach Deine Zukunft nicht von solchen kleinen Dingen abhängig, denn sonst fehlt die Kraft für die wirklich grossen Probleme und Anstrengungen die diese ganze Trennung mit sich bringen wird.

Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft und wie gesagt stell bei der IV einen Antrag auf Ergänzungsleistungen und vorallem meld Dich unbedingt bei der Procap.

Viel Glück und Kraft

Christina
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Beitrag von Carmen » 16. September 2009, 17:10

Hallo Christina

Nun es ist nicht so, dass ich im selben Haus wohnen muss. Im moment will ich es. Ich werde ja ins Haus meiner Eltern ziehen, aber da die erst noch Teppiche auswechseln und neu streichen wollen kann ich im moment dort noch nicht einziehen. Ich ziehe nun natürlich nicht hier aus in eine Wohnung um kurze Zeit später( zwei, drei Monate) ins Haus meiner Eltern zu ziehen. Und wenn ich dann einmal bei meinen Eltern einziehe, muss mein Mann eine der beiden Wohnungen vermieten um mir Geld geben zu können um die Miete dort zu bezahlen. Kann und will auch bei meinen Eltern nicht umsonst wohnen.
Die Miete des Stöcklis wird dann wahrscheinlich auch in der Berechnung mit einbezogen werden müssen. Habe mir das auf der Gemeinde erklären lassen wie das funktioniert.
Ich weiss, dass ich die Telefonnummer mitnehmen könnte, weiss aber nicht ob mein Mann sie behalten will, da meist Leute für ihn anrufen. ( Landwirtschaftsbetrieb) Bis ich dann bei meinen Eltern einziehen kann, hoffe ich ist vieles was die Bewerbungen anbelangt gelaufen und sie hat dann evt schon eine Lehrstelle. Wir sind diesbezüglich glaube ich "gut drin" im moment.
Dass der SRK Kurs nicht ganz günstig ist weiss ich, aber ich sehe es als eine Investition in meine Zukunft und das ist es mir wert. Habe evt Aussicht auf einen Job wo ich den Kurs sozusagen Berufsbegleitend machen könnte, sprich ich würde in der Zeit wo ich den Kurs mache bereits etwas verdienen. Es ist im moment aber noch nicht sicher, dass ich den Job bekomme, aber ich denke ich darf hoffen, da ich die Person welche mich evt anstellt gut kenne.
Also drückt mir alle die Daumen.

Grüessli

Carmen
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Beitrag von Flavia » 16. September 2009, 21:25

Ich staune wie viel Wissen man sich aneignen muss,(und du schon hast) zumal eure Situation noch etwas komplizierter ist.
Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Kraft um das alles durchzustehen!

Ganz liebe Grüsse Flavia
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Beitrag von orphan » 22. September 2009, 18:24

Hallo Carmen

Du machst gerade eine schwierige Zeit durch. Ich hoffe, dass du den Job bekommen hast und wünsche dir viel Kraft für die Zukunft.

Gruss, orphan
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