Rollstuhlautos LU/SG/TG/ZH u.noch eine Frage (PKW+Rollikind)

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Beatrice
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Rollstuhlautos LU/SG/TG/ZH u.noch eine Frage (PKW+Rollikind)

Beitrag von Beatrice » 6. November 2012, 10:46

Hoi zäme

Habe eine Frage von einer Deutschen Mutter erhalten und wollte im Internet herausfinden, wie das in der Schweiz geregelt ist.
Dabei bin ich auf ein Angebot gestossen, dass hier die Eltern um Luzern vielleicht interessieren könnte.
Das Schweiz. Rote Kreuz in Luzern besitzt ein Rollstuhlauto, in welchem also Menschen im Rollstuhl von A nach B gefahren werden können. Dieses Auto hat freie Kapazitäten. Mehr dazu findet man auf:
https://www.srk-luzern.ch/aktuell/rollstuhlauto-srk

Auch der Verein Rollstuhlbus in Wetzikon/ZüriOberland hat drei Fahrzeuge, in welchen Rollifahrer transportiert werden können. Siehe:
http://www.rollstuhlbus.ch/

Weiss jemand von Euch, wie das in der Schweiz geregelt wird, wenn man ein körperbehindertes Kind hat und einen PKW braucht? Kriegt man dazu vom Staat eine Unterstützung, von der IV oder einer spezialisierten Stiftung?
Ich weiss, dass die Paraplegikerstiftung sehr unbürokratisch hilft, wenn ein Kind z.B. nach einem Unfall in den Rolli muss. Aber was ist mit den geburtsbehinderten Kindern, oder Kindern, die an einer progressiven Erkrankung leiden, die früher oder später einen Rollstuhl notwendig macht?
Hilft da jemand finanziell beim Umbau eines Autos oder bei der Neuanschaffung eines rollstuhltauglichen PKW's?
Danke zum voraus für Eure Antworten.

Liebe Grüsse

Bea
Zuletzt geändert von Beatrice am 3. Februar 2013, 18:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Man sieht nur mit dem HERZEN gut.
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orphan
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Re: Rollstuhlauto SRK Luzern und noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von orphan » 7. November 2012, 01:54

Hallo Bea

Das habe ich mich selber gar nicht zu fragen gewagt. Aber über die Antworten, die jetzt kommen, bin ich sehr gespannt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand finanziert, bei einem Kind mit Geburtsgebrechen. Ich meine, wir bekommen ja meistens nicht mal die notwendigen - im Vergleich zu einem Auto - "günstigen" Sachen bezahlt. Wer sollte uns dann den Luxus eines "rollstuhltauglichen" Autos bezahlen?

Ich weiss, dass Kinder so lange wie möglich im "normalen" Autositz transportiert werden müssen. Die Kids werden auch in den Fahrzeugen der Sonderschulen so lange wie möglich in einem Autositz - und nicht im Rollstuhl - transportiert. Erst wenn es nicht mehr möglich ist, ein Kind in den Sitz zu heben, darf es im Rollstuhl (der muss natürlich entsprechend ausgerüstet werden) transportiert werden. Der Transport im Autositz gilt als sicherer als der im Rollstuhl.
Ich nehme an, dass demzufolge ein "Rollstuhl" noch kein Grund ist, um ein neues Fahrzeug bzw. einen Umbau zu finanzieren. Es müsste sicher gegeben sein, dass das Kind nicht mehr im Autositz transportiert werden kann.
Solange es im Autositz transportiert werden kann, braucht es kein "rollstuhltaugliches" Fahrzeug. Nur eines in das der Rollstuhl passt. Es gibt ja solche, die man falten kann ...

Also wir haben bisher kein "rollstuhltaugliches" Fahrzeug bekommen ... wenn jemand weiss, wie man zu einem solchen Fahrzeug kommt, meldet euch doch bitte!

... irgendwie muss ich gerade ein bisschen schmunzeln ... uns wurde ja gesagt, dass nur Gegenstände bezahlt werden, die dem Kind nutzen bzw. die das Kind nutzen kann. Beispiel Schulweg / Arbeitsweg etc. ... und ich meine, ein Kind kann ja nicht Auto fahren. Also nutzt ein Auto dem Kind ja nichts. Demzufolge würde es auch nicht bezahlt werden. Und nur "damit die Eltern einen Nutzen bzw. Erleichterung" haben, wird nichts bezahlt.

Bin sehr, sehr gespannt, ob hierzu jemand etwas weiss.
Eine schöne Zeit wünscht
orphan
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Re: Rollstuhlauto SRK Luzern und noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von sarah » 14. November 2012, 18:20

Hallo zusammen
Das einzige was ich weiss ist, wenn man ein neues Auto kauft, bekommt man einen recht hohen Flottenrabatt. Bei uns ging das sehr unbürokratisch.
Wir sagten nur, wir hätten ein behindertes Kind mit Rollstuhl. Das zweite was man zurück fordern kann ist die Zollrückerstattung (keine Ahnung wie viel das ist, es ist bei uns gerade am laufen). Mit Anpassungen am Auto hatten wir nie Probleme, die IV übernahm das.
Bin auch gespannt, wer da noch etwas weiss.
Sarah
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Re: Rollstuhlauto SRK Luzern und noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von tragos » 27. November 2012, 22:00

Hallo zusammen,

ja vom Flottenrabatt haben wir auch profitiert und die IV hat den Rollstuhl-Umbau ganz finanziert. Aber diese Finanzierung läuft, glaube ich, nur bei einem Neuwagen, oder bei einem nicht so altem Occasion-Wagen. Denn der Umbau wird nur einmal in 6 Jahren finanziert, also sollte das Auto auch so lange fahren :roll: . Ich bin ein Fan von der Pro Infirmis, bei denen kann man all solche Fragen, vorallem bezüglich IV deponieren und bekommt sofort oder in kurzer Zeit Antwort.

Ganz liebe Grüsse
tragos
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Re: Rollstuhlauto SRK Luzern und noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von tragos » 27. November 2012, 22:05

...ach was ich noch sagen wollte betreffend SRK...unser Sohn fährt zweimal die Woche mit einem freiwilligen Helfer der SRK im Privatauto mit....der Rollstuhl ist mit 6 Jahren noch nicht so gross...die IV zahlt pro km 45 Rp. bei einem Geburtsgebrechen (man wartet aber nach Einreichung mind. 5 Woche darauf). Den Rest bezahlt man selber. Glaube so ein Rollstuhlfahrzeug von der SRK kostet nahezu oder sogar etwas mehr als Fr. 1.-- pro km...aber diese Fahrzeuge sind rar auch bei der SRK....hoffe konnte jemandem helfen...
Andrea mit Roman
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Re: Rollstuhlauto SRK Luzern und noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von Andrea mit Roman » 29. November 2012, 23:48

hallo
ich habe grad unter Intensivkids/Hilfsmittel gepostet, dass die Kinderspitex Horn gratis Famiilienautos ausleiht.
Hier nochmals der Link: www.kinderspitex-schweiz.ch, dann unter Familienautos schauen.

2003 hatten wir eine neuen Renault Kangoo gekauft und bekamen mit Arztzeugnis (und dem Stifutung Crebralformular? )vom Händler den Zoll abgezogen.
Machte bei einem Neupreis von glaube ich 24000 Fr, etwas 3000 Fr. aus.

Ich weiss,dass es wichtig ist, wenn man eine Rollstuhl im Auto transportiert, dass das Kind eine Kopfstütze hat, sonst kann es ganz gefährliche Verletzungen geben bei einem Aufprall. Diese Kopfstützenmontur kann man extra im Auto hinachen lassen.Ich habe nur gesehen, dass bei uns die Tixi Taxi (für Rollstuhl) das noch nicht haben!

Zum Glück läuft Roman jetzt.
herzliche Grüsse
Andrea mit Roman (5/2000), Downsyndrom (Trisomie 21),Hörbehindert und schwerer Sprechdyspraxie. Verständigt sich mit Sprache, Gebärden und Mintalker.
Dani
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Re: Rollstuhlautos LU/SG/TG/ZH u.noch eine Frage (PKW+Rollik

Beitrag von Dani » 17. Februar 2013, 18:28

Hallo zusammen
Zwar wurde diese Fragerunde schon im november lanciert aber da ich schon lange nicht mehr im Forum war habe ich es erst jetzt gesehen.
Also die Stiftung Cerebral übernimmt einen Teil der Kosten für ein Rollstuhlgängiges Auto. allerdings brauchen Sie ziemlich viele Informationen bezgl. Einkommen etc..Es lohnt sich aber auf jeden Fall nachzufragen. Gilt allerdings nur für Kinder die bei der Stiftung Cerebral Mitglied sind.
Ganz e liebs Grüessli
Dani :wink:
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