Sternenkind

In diesem Thema könnt ihr über verstorbene Kinder diskutieren.(Geborene und Ungeborene). Seis als Eltern oder Angehörige.
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orphan
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Sternenkind

Beitragvon orphan » 23. Januar 2015, 17:02

Hallo Zusammen

Ich habe ein weiteres Sternenkind. Am 31.12.14 musste ich mich wieder einmal von einem Baby verabschieden. Es hat sich geweigert, ins neue Jahr zu rutschen! Ich habe mehr Sternenkinder (6) als Kinder (3)! Aber es wird schon einen Sinn haben. Wir sind zu fünft und wenn ich ein weiteres Baby bekommen werde, muss das schliesslich auch einen Schutzengel haben. Nun habe ich 6 Schutzengel - wenn es also mit dem vierten Kind doch noch klappen sollte, hat jedes Familienmitglied einen eigenen Schutzengel! Ein kleiner Trost ... aber mir tut er gut!
Eine schöne Zeit wünscht
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CéliNico
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Re: Sternenkind

Beitragvon CéliNico » 24. Januar 2015, 14:42

Hallo,

sei umarmt! danke dir für deinen Bericht und die vielen Gefühlen die du hier beschreibst.
Ich bin erstaunt dass du das so locker siehst. Aber habe das Gefühl dass dies nicht immer so einfach ist. Kann mir gut vorstellen wie's dir innerlich geht.
Es ist schön wie du denkst. Jedes Kind hat seinen Schutzengel. Das stimmt auch!

Magst du über deine 6 Sternenkinder berichten?
In welchen Zeitraum hast du sie verloren?

Ja, du hast recht, es gibt einen Grund weshalb Kinder sterben. Der Seelenplan ist vorbestimmt.
Vor allem kann ich ein sehr gutes Buch vorschlagen: James Van Praagh: Im Himmel zu Hause.

Es ersetzt natürlich nie unsere Kinder im Himmel aber es ist tröstend.
Ich 1970 mit Céline *30.4.2002/t29.8.2011+*Nicola 20.10.2003 beide: PCH-2 Werden nie Gehen,Sprechen,alleine Stehen,Sitzen+Essen können..aber dafür "Lachen"
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orphan
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 27. Januar 2015, 12:37

Hallo

Da gibt es eigentlich nicht viel zu berichten ... eines habe ich zwischen meinem ersten und dem zweiten Kind verloren. Zwei zwischen dem zweiten und dem dritten und drei nach meinem dritten Kind.
... mh, da fällt mir selber gerade auf 1 nach dem 1. / 2 nach dem 2. / und 3 nach dem 3. ... dann müsste eigentlich die nächste Schwangerschaft erfolgreich sein :wink: !

Natürlich ist es nicht einfach. Und locker sehe ich es überhaupt nicht. Es belastet mich sehr. Vor allem, das Baby, welches ich im Oktober 13 in der 17. SSW gehen lassen musste. Um diesen Jungen, den ich hätte bekommen sollen, traure ich heute noch. Und um das Baby, mit welchem ich schwanger war, als wir die Diagnose von unserem Sohn bekommen haben. Ich war in der 12. SSW als man uns sagte, dass unser Sohn unheilbar krank ist und dass unser andere Sohn ebenfalls krank sein könnte sowie das Baby im Bauch! Einige Tage später habe ich das Baby verloren. Der Stress war einfach zu gross. Die anderen vier habe ich jeweils zwischen der 7. und 10. Woche verloren. Normale Aborts eben - wie es tausende von Frauen erleben. Ich bin da nicht allein - anderen geht es auch so. Ich habe vielleicht einfach mehr Mut und Ausdauer. Viele versuchen es nach einem oder zwei Aborts gar nicht mehr.

Da war ein Arzt im Spital der meinte, ich solle den Kopf nicht in den Sand stecken. Ich solle mir auch keine Schonzeit gönnen. Der Körper sei auf "schwanger" eingestellt und nach einem Abort sei die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden sehr hoch!
Es war das erste Mal, dass mir ein Arzt geraten hat, nicht 3 Zyklen abzuwarten mit der nächsten Schwangerschaft. Bisher habe ich immer erst nach 3 Monaten wieder versucht schwanger zu werden und wurde dann monatelang eben nicht schwanger!

Ich habe noch keinen Plan wie es weitergehen soll ... nochmals schwanger ja oder nein ... ich weiss es nicht. Wir werden sehen! Vielleicht einen letzten Versuch ... die 10. Schwangerschaft ...
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Re: Sternenkind

Beitragvon CéliNico » 27. Januar 2015, 14:54

Liebe Mutter,

du bist so eine starke Frau! ES ist unglaublich wie stark. So liest man es von dir und es kommt so rüber.
Ich wünsche dir aber heilende Hände die dich in der Familie begleiten. Es ist nicht einfach wenn man so viele Sternenkinder gehen lassen musste. Jedes Kind hatte seine Aufgabe hier auf Erden, auch wenn es in deinem Bauch gegangen ist. Der Seelenplan von Gott ist bestimmt.
Dazu kann ich ein sehr gutes Buch empfehlen. Werde es später beschreiben.

Jedes Leben ist vorbestimmt. Ob kurz oder lang...
Ich selber habe das nach Céline's Ableben klar und deutlich verstanden und habe mit dem Jenseits Kontakt. Ich bin froh dass ich weiss dass es ein Leben nach dem Leben auf Erden gibt.
Deine Kinder sind glücklich im Himmel. Ihre Aufgabe war es, zu erleben eine Schwangerschaft in deinem Bauch. Es war ihre letzte Aufgabe auf Erden. Deine Kinder haben aber jetzt wie du selber schon beschrieben hast die Funktion als Schutzengel.

Und ich drücke dir/euch ganz fest die Daumen dass ihr wieder schwanger werdet! Ein viertes Kind wird unterwegs sein zu euch!
Planen musst du gar nichts, ihr verhütet ja nicht oder?... also kommt es wie es kommen muss. ;-)

Alles Liebe
Daniela
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Re: Sternenkind

Beitragvon Flavia » 28. Januar 2015, 12:51

Liebe Orphan

Deine Geschichte klingt sehr ähnlich wie die einer Mutter aus unserem Ort.
Sie hatte auch einige Babys verloren. Zwei Kinder durften leben. Davon ein gesunder Junge und ein Mädchen, das eine Stoffwechselkrankheit hatte. Das wurde allerdings erst später diagnostiziert. Das Mädchen entwickelte sich auch zurück. Mit 17 Jahren schaffte es ihr Körper nicht mehr.
Bei Ihr vermutete man, dass die verstorbenen Babys ev. die gleiche Krankheit hatten, aber stärker und es so nicht bis zum Ende der Schwangerschaft schafften.
Die Mutter hatte auch ein Buch geschrieben.

Dir liebe Orphan wünsche ich von ganzem Herzen viel Kraft und dass du den Mut nicht verlierst. Ich denke viel an Euch!

Liebe Grüsse Flavia
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 29. Januar 2015, 14:28

Hallo Zusammen

Danke für die lieben Worte.

Ich will und darf ja gar nicht klagen. Ich bin überglücklich, dass ich drei Kinder haben darf. Und es ist schon so - wenn's mit dem vierten noch klappt, dann nehmen wir's und wenn nicht, dann hat es halt tatsächlich nicht sein müssen. Und doch weiss ich irgendwie, dass zu unserer Familie ein viertes Kind gehört. Vielleicht habe ich aber auch noch nicht herausgefunden, wie ich dieses Gefühl, diese Information, die ich extrem stark empfange, deuten soll!

Weisst du, was es für eine Stoffwechselkrankheit war? Die Geschichte klingt wirklich ähnlich. Aber ich werde kein Buch schreiben. Ich habe zwar schon oft damit angefangen aber immer wieder aufgehört. Ich sehe kein Ende. Will es auch nicht sehen. Und deshalb fällt mir das Schreiben schwer. Ich könnte wahrscheinlich eine ganze Serie schreiben ... und nicht nur ein einzelnes Buch! Interessant wäre es schon, die ganzen Geschichten aufzuschreiben ...

@Daniela: ein interessanter Satz: Ein viertes Kind wird unterwegs sein zu euch! Da klingt, als wüsstest du das genau :D !

Es Grüessli
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Re: Sternenkind

Beitragvon Flavia » 29. Januar 2015, 21:11

Liebe Orphan

Dieses sehnen nach einem Kind kann ich so gut nachfühlen. Nach Siro (ujnserem zweiten Kind, Abstand 2 Jahre zum ersten) hatte ich extrem das Bedürfnid nach einem dritten. Ich konnte es nicht abstellen, ich glaube wenn man das nicht kennt, kann man das nicht nachfühlen! Nach vier Jahren kam dann unser drittes und letztes Kind. Das Gefühl /sehnen nach einem weitern Kind war komplett abgestellt und kam auch nicht wieder. Es erstaunt mich heute noch wie dieses starke Empfinden wie mit einem Schalter abgestellt wurde...Ich kann dir also nachfühlen :-).

In einem Buch, ich glaube von Lorna Byrne, der "Engelfrau*, habe ich gelesen, dass man dieses "Sehnen" hat wenn eine kleine Seele zu dir kommen möchte. Ich finde das einen sehr schönen Gedanken!

Die Krankheit von diesem Mädchen, sie hiess /heisst Stefanie heisst:Mitochondriale Encephalo-Myopathie.

Liebe Grüsse Flavia
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Re: Sternenkind

Beitragvon Beatrice » 29. Januar 2015, 21:36

Liebe Orphan und alle

Auch ich lese ganz betroffen hier mit, versuche nachzuvollziehen, wie es sich für Dich innen anfühlt, ein weiteres Baby verloren zu haben. Welch tröstliche Gedanken trägst Du in Dir. Schutzengelchen für Deine Kinder haben.
Daniela hat da irgendwie wirklich ein Gespür - nie sah sie ein Foto meines verstorbenen Patenkindes und doch konnte sie ihn beschreiben, wie er aussah. Das ist ganz speziell.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Flavia das Buch "Stefanie - ein Engel auf Erden" von Annemarie Iten-Kälin meint. Es ist wirklich sehr ähnlich zu Deiner Geschichte. Stefanie hatte die Stoffwechselkrankheit: Mitochondriale-Encephalo-Myopathie.
Ein sehr berührendes Buch, mit vielen Fotos.
Ich habe ja viele solcher Bücher gelesen -auch hier im Forum vorgestellt.
viewtopic.php?f=10&t=1368
Die meisten gebe ich nach der Lektüre weiter, denn sonst hätte ich schon lange keinen Wohnraum mehr, sondern überall Bücher. Dieses Buch aber habe ich bis heute behalten. Obwohl ich Stefanie nicht gekannt habe, ist sie mir während der Lektüre irgendwie ans Herz gewachsen und unvergesslich geblieben, sicher auch wegen der vielen Bilder, von denen die meisten sie fröhlich zeigen.
Falls Du es lesen möchtest, könnte ich es Dir ausleihen.
Evtl. hat aber Annemarie Iten-Kälin auch noch verkäufliche Exemplare bei sich.

Gell Orphan, Du wirfst Deine Aufzeichnungen nicht weg. Du kannst auch einfach für Dich schreiben. Schreiben kann wie ein Ventil sein, Dampf und Druck ablassen, auch Wut. Oder wie eine feine Gonfi kochen - die schönen Erinnerungen notieren, deponieren, unvergesslich konservieren, sie in traurigen Momenten wieder hervorholen. Und alle Deine tröstlichen Empfindungen, wie dieser Gedanke mit den Schutzengeli - das hätte auch einen Wert für andere, gewiss. Die Erfahrungen, die Du machst, machen Dich sowieso Besonders.
Es hat aber auch einen Wert für Dich, das Schreiben. Für Dich allein, ganz unabhängig davon, ob daraus mal ein Buch entsteht, das Du veröffentlichen könntest oder das Du einfach für Dich, für die Familie schreibst - diese Aufzeichnungen sind kostbar, manchmal Momentaufnahmen, doch oft Bewältigungshilfe - manchmal denkt man, das habe ich noch nie so erlebt und dann liest man in seinen Aufzeichnungen und merkt, Oh, doch, so ähnlich war es schon mal - da habe ich es so oder anders gelöst. Du kannst viel reflektieren, vertiefen im Schreiben, anders, als wenn Du es erzählst.

Persönlich glaube ich, dass ich nicht überlebt hätte, wäre ich nicht in der Lage gewesen zu schreiben. Das wäre in mir alles zu viel geworden - der Rucksack an Erfahrungen hätte mich in den Boden gedrückt. So aber, aufgeschrieben, in Gedichten und Texten verarbeitet - füllen die Gedichte heute allein 8 Bände, der 9. ist in Arbeit und die Erfahrungen, die innen mit der Zeit zuviel geworden wären, sind so aufgezeichnet heute zu einem Schatz geworden, einem Erfahrungsschatz, der mir und manchmal auch anderen kostbar geworden ist.

In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen die Musse zu Schreiben über all diese besonderen Erfahrungen

Herzlichst

Bea
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Man sieht nur mit dem HERZEN gut.
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 30. Januar 2015, 12:37

Hallo Zusammen

Ich habe schon öfters bei Ärzten nachgefragt, ob es einen Zusammenhang hat, dass dieser Gendefekt in der Familie ist. Ob das ein Grund ist für die vielen Aborts. Aber bisher haben alle verneint. Ich habe auch schon bei anderen Familien nachgefragt, die Kinder mit MPS haben, ob sie Fehlgeburten hatten. Aber es war bei niemandem so.
Ich glaube, dass das an mir liegt - und an meiner Situation. Zu viel "stress", zu wenig Ruhepausen und vor allem zu schwer heben! Meine Babys müssen stark sein, sehr stark, dass sie überleben und in dieser Familie einen Platz erobern können. Sie müssen sich im Bauch schon gegen meinen besonderen Sohn durchsetzen :wink: !
Ich hatte bei allen drei Schwangerschaften, die schlussendlich trotz allem gut verliefen, Blutungen in den ersten 12 Wochen. Und ich denke, dass erschwerend hinzukommt, dass ich einen extrem kurzen Zyklus habe ... ich bekomme alle 23-24 Tage meine Periode! Dem Baby bleibt nicht viel Zeit, sich einzunisten. Es muss also von Anfang an schon extrem kämpfen ...
Vorteil ist, dass ich in gewissen Monaten zwei Chancen bekomme, schwanger zu werden :wink: !

Mir bleibt zu hoffen, dass es diesmal ein kleiner Kämpfer ist und zu Nr. 4 wird :wink: :wink: :wink: !
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Re: Sternenkind

Beitragvon CéliNico » 30. Januar 2015, 18:38

Hallo zusammen,

@orphan, bleib dran am Schreiben... Irgendwann wirst du's vielleicht doch noch umsetzen. Momentan hast du andere Prioritäten.
Ein viertes Kind wäre gute möglich dass ihr es noch bekommt. ;-)
Das Gefühl kenne ich auch, wenn man sich ein Kind noch wünscht. Ich hätte ja auch noch gern eines, da ich ja Céline loslassen musste und auch Nicola bald mal gehen wird. So habe ich dann zwei lebende Kinder gehe lassen müssen. Und es fehlt halt doch noch ein Mädchen. Jedoch werde ich das nicht mehr bekommen. Bin schon zu alt dafür.

@Bea, ja aber das war auch schon länger her als ich dein Patenkind beschrieb.
Es klappt nicht immer mit dem Sensitiven und medialen Beschreiben.
Gehe nach Gefühlen.

@Flavia, das Buch klingt interessant.

@orphan, nein es liegt nicht daran ob man zu viel hebt. Du bist es nun schon lange gewöhnt. Wie oben schon erwähnt suchen sich die Kinder ihre Eltern selber aus, auch wenn sie schon vor der Geburt gehen. Irgendwie müssen wir damit lernen um zu gehen auch wenn es schwierig ist. Wir haben alle schon vorher im Himmel gelebt und mit unseren Kindern es abgemacht wie es auf Erden sein soll. Jedoch wenn wir geboren sind erinnern wir uns nicht mehr daran.

Alles Liebe für euch alle!
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 31. Januar 2015, 00:04

Was heisst zu alt? Ich bin eigentlich auch schon längst zu alt für ein weiteres Kind. Aber wann genau ist man zu alt für ein Kind?!? Ich glaube nicht, dass du älter bist als ich. Und ich kann sehr gut verstehen, dass du dir ein weiteres Kind wünschst.
Mein Umfeld weiss nicht, dass ich gerne nochmals ein Kind haben würde. Es versteht auch niemand. Sie haben es bei meiner Tochter schon nicht verstanden. Ich wurde oft gefragt, ob sie mein Tageskind ist. Man wollte einfach nicht wahrhaben, dass ich - mit einem behinderten Kind - die "Frechheit" habe, ein weiteres Kind zu zeugen. Ich weiss genau, dass mein Umfeld - sollte ich ein viertes Kind bekommen - mit Unverständnis reagieren wird.
Bei meiner Tochter war es dann so, wenn ich jeweils klar gestellt habe, dass sie mein "gewünschtes" drittes Kind ist und nicht ein Tageskind, dass die Aussage kam: Ein Ersatz also für deinen ältesten Sohn! Diese Aussage verletzt mich immer sehr ... ich will meinen Sohn nicht ersetzen. Im Gegenteil - mein grösster Wunsch wäre es, dass auch er unser viertes Kind noch einige Jahre erleben dürfte. Weiterhin teil unserer Familie ist. Deshalb ist mir der Zeitfaktor auch so wichtig ... ich weiss nicht, wie lange er noch bei uns bleiben darf! Aber als Ersatz sehe ich keines meiner Kinder! Niemand wird meinen erstgeborenen Sohn ersetzen können ... das geht gar nicht. Die Bindung zum ersten Kind ist einfach etwas ganz besonderes. Und das Band zwischen ihm und mir war immer schon sehr, sehr stark.

... mh, ich denke mal, dass du sogar jünger bist als ich ... vielleicht solltest du es auch auf die zukommen lassen? Es kommt wie es kommen muss :wink: ?!?
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 31. Januar 2015, 00:06

:D ... hab's gerade gelesen. Du hast 1970er Jahrgang ... :D
Okay, du bist etwas älter als ich. Aber nicht viel! Das würde noch drin liegen - meinst du nicht?!?
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Re: Sternenkind

Beitragvon CéliNico » 31. Januar 2015, 11:57

Hallo liebe Mutter,

du hast glaube ich Jahrgang 1972 oder 73. bist ca. 168cm gross, normale Figur, kurz bis mittellange Haare, braun, flaches Haar. Es fühlt sich an als ob ihr ein Einfamilienhaus habt mit 5-6 Zimmern. Wohnt ihr im Region Argau?

Ich kann dich voll und ganz verstehen. Aber eigentlich ist es egal wie andere Menschen darüber denken. Wenn du stark genug bist noch ein Kind aufwachsen sehen möchtest, dann spricht doch nichts dagegen.

Bei mir bringt es nichts da ich keinen Partner habe. Und ich habe seit Ewigkeiten keinen Partner mehr gehabt. Und ich bin nicht belastbar. Ich schaffe es so knapp mit Florin. Mit Nicola gehts auch fast nicht mehr. Er ist so steif, wenn er liegt und wenn man ihn wickelt, dass ich gleich ins Schwitzen kommen... Aber das kennst du ja bei deinem Sohn auch.

Manche Menschen reden und denke zu viel! Gar nicht drauf rein gehen.

Und ja, das erst geborene Kind ist am nächsten. Das ist bei mir ja auch so. Und kein Kind ersetzt das andere!
Sehr wahrscheinlich wirst du noch eine Tochter bekommen. Zwinkerndes Smiley
Also toi toi toi!
Alles Liebe
Daniela
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Re: Sternenkind

Beitragvon orphan » 31. Januar 2015, 17:52

Spannendes Gespräch :D ! Mein Bauch sagt auch ein Mädchen - aber meine Kids möchten einen Bruder. Ich habe nur irgendwie das Gefühl, dass wir mit unserem zweiten Sohn sehr viel Glück hatten. Ich glaube nämlich, dass es schwieriger ist, einen gesunden Jungen zu bekommen als ein gesundes Mädchen. Aber begründet ist das nicht! Eigentlich habe ich mal gesagt, lieber noch 10 Jungs als 1 Mädchen :D ! Ich finde Mädchen sind sehr viel anstrengender! Meine Tochter auf jeden Fall ist sehr viel anstrengender als meine Söhne.

Die Beschreibung passt fast. Unglaublich. Wie machst du das?
Jahrgang 1973 mit 1m 70 und die "normale" Figur daran arbeite ich noch - habe gerade 10 Kilo abgenommen. 5 würden schon noch passen ... :wink: ! Langes, flaches Haar. EFH stimmt auch - wir haben ja gerade erst gebaut. Anzahl Zimmer darf ich hier gar nicht erwähnen ... etwas mehr als du meinst. Wir haben noch Estrich und Keller halb ausgebaut! Das sind allerdings "offene" Zimmer.
Region stimmt nicht ganz - aber angrenzend.

Belastbar bin ich auch nicht immer :wink: ! Ich stosse mit meinem Kids immer mal wieder an Grenzen. Aber das ist doch überall so. Aber die Worte "ich schaff das nicht" der "ich kann das nicht" existieren nicht in meinem Wortschatz. Ich bin eine Kämpferin und ich weiss, dass ich alles schaffen kann, was ich schaffen will!
Ja, ins Schwitzen komme ich auch jeden Morgen bei der Pflege. Für mich ist die strengste Zeit von 06.00 bis 08.00 Uhr. Ich kann dich gut verstehen. Steife Kinder zu wickeln ist definitiv nicht einfach.

Hast du dir schon mal überlegt, deinen Sohn zu Hause zu betreuen und für ihn eine Assistenzperson einzustellen? Auf diese Weise würde der Aufenthalt im Heim wegfallen, mit dem du ja eigentlich nicht wirklich zufrieden bist - oder?!? Du hättest deine Kinder in deiner Nähe und die Fahrerei würde auch wegfallen. Vielleicht wäre das auch für Florin einfacher? Was machst du mit ihm, wenn du bei Nicola im Heim bist? Hast du ihn dabei? Hast du jemanden, der dir Florin ab und zu abnimmt?
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Re: Sternenkind

Beitragvon CéliNico » 1. Februar 2015, 13:51

Hallo liebe Mutter,

danke für deine Antwort. es freut mich sehr dass ich doch ein wenig richtig liege. Zwinkerndes Smiley Ich verbinde mich mit Gott und den Geistführern und dann erhalte ich teilweise Bilder. Ich gehe über’s Gefühl.
Und da hast du recht. Mein Gefühl sagt auch dass eher ein Mädchen stark genug ist um gesund zu sein. Deine Buben werden auch die kleine Schwester lieben. Zwinkerndes Smiley

So sagt mir gerade wieder mein Gefühl dass wahrscheinlich deine Tochter ähnlich anstrengend ist wie Florin. Ich drehe fast durch. Ich hätte lieber ein Mädchen gehabt weil die schneller von Begriff und beim Folgen sind.
Hauptsächlich sind Mädchen einfacher, jedoch gibt es halt auch mal Ausnahmen. Und Buben sind immer anstrengend, das habe ich von anderen Eltern und Kitaleitern bestätigt bekommen.
Aber eben es gibt immer Ausnahmen, gell.

Wie schaffst du denn deine Tage mit deinen Kindern? Ich bewundere dich!
Hast du eine Assistenz? 100% Tag und Nacht?

Ich kann das leider nicht. Denn ich überstehe gerade knapp jedes zweite Wochenende wenn Nicola zu Hause ist. Und dann habe ich Joel-Kinderspitex zu Hause. Die Nächte sind nicht mehr aushaltbar mit Nicola. Er ist ständig mit angezogenen Beinen und Armen im Bett und schreit durchgehend. Gerade von Freitag bis heute konnte ich überhaupt nicht schlafen. So musste ich gestern Abend gleich zwei Diazepam geben damit überhaupt für 4Std. mal Ruhe war.
Besuchen gehe ich Nicola selten. Und Florin ist noch anstrengender wenn Nicola zu Hause ist, weil er auf Nicola drauf sitzt, ihm ein Kissen über den Kopf hält, sein Bettgitter öffnet oder am Sondenschlauch zieht....
So was ist nicht aushaltbar! Deswegen wird Florin nun im März wegen Aspergersyndrom abgeklärt. Er hat Früherziehung und Logopädie.

Florin geht 2 1/2 Tage in die Kita. Und nach den Sommerferien kommt er in den Kindergarten.

Hast du mir einen Tip für zum Abnehmen, ich müsste auch noch 10kg abnehmen.
Dir weiterhin toi toi toi.
Alles Liebe
Daniela
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