ADHS: Austausch gesucht!

xena
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ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon xena » 14. März 2015, 21:06

Hallo zusammen, wir haben kürzlich erfahren, dass unsere 7jährige Tochter ADHS hat. Ich suche nun auf diesem Weg den Austausch mit anderen betroffenen Eltern von ADHS-Kindern – wir stehen kurz vor einer Ritalin-Therapie und ich würde mich gerne über Erfahrungen jeglicher Art austauschen – auch wie es euch Eltern geht (Umgang mit ADHS, Gefühle, Umfeld....usw) Bin dankbar um jede Antwort [-o<
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Flavia
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon Flavia » 17. März 2015, 13:36

Hallo

Kennst du den Verein Elpos? Dieser Verein richtet sich an Eltern mit ADS,ADHS und POS -Kinder.

Die Diskussionen ob mit oder ohne Ritalin (oder anderen Medikamenten) sind aber überall heftig und emotional, etwa so wie ob impfen oder nicht ;-).

Bekommt deine Tochter Unterstützung in Form von Ergo oder Psychomothorik?

Liebe Grüsse Flavia
xena
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon xena » 17. März 2015, 13:49

Hallo Flavia

Danke für deine Antwort! Ja, den Verein kenne ich, über diesen bin ich auf dieses Forum gestossen. Wir beginnen jetzt paralell mit allem, nicht nur medikamentöse Therapie....
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orphan
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon orphan » 17. März 2015, 14:24

Hallo Xena

Mein Sohn bekommt Risperdal - das ist ein ähnliches Medikament wie Ritalin. Zu Nebenwirkungen kann ich allerdings nicht sagen, weil es halt trotzdem verschiedene Medikamente mit verschiedenen Auswirkungen sind.
Bei meinem Sohn ist eine extreme Hyperaktivität im Gendefekt / Krankheitsbild mit dabei. Ohne Medikament ist mein Sohn derart nervös (Zuckungen in Armen und Beinen), dass es gar nicht gehen würde.
Er ist kein klassisches ADHS Kind. Er hat auch eine geistige Behinderung und deshalb sind beispielsweise Konzentrationsschwächen in der Schule kein Problem.

Hoffe für dich, dass sich noch jemand anders zu diesem Thema meldet.
Eine schöne Zeit wünscht
orphan
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon judihui » 17. März 2015, 17:03

Hallo Xena
Auch wir haben einen 9-jährigen Sohn mit ADHS. Wir haben die Diagnose bei der Einschulung erhalten, wussten aber schon lange davor das es so ist. Habe eine Ausbildung in diese Richtung gemacht vor unseren Kindern.
Es ist nicht einfach mit dieser Diagnose umzugehen :-). Vorallem ist die Umwelt sehr intolerant. Das spüren wir auch immer wieder.
Wie äussert sich es bei Deiner Tochter. Was ist Eurer Meinung nach sehr auffällig?
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon xena » 17. März 2015, 17:12

Hallo judihui

Vielen Dank für deinen Beitrag! Uns geht es eigentlich genauso. Ich habs schon länger geahnt aber immer irgendwie verdrängt und gehofft, dass es "nur eine Phase" ist. Und du hast Recht, die Umwelt ist intolerant - man wird als inkompetente Mutter dargestellt, die ihr Kind "nicht erziehen kann". Unsere Tochter ist impulsiv, ruhelos und hört nicht zu wenn man ihr was sagt. Sie will immer ihr eigenes Ding machen und gehört nicht so richtig zu uns, d.h. sie ist immer da wo wir nicht sind, beim Einkaufen, beim Spazieren... Ich finde einfach keinen Zugang zu ihr und es vermittelt mir so das Gefühl, dass ich gar keine Tochter habe, sie ist für mich wie ein fremdes Kind, das macht mir am meisten Angst - schon deswegen hoffe ich, dass die Ritalin-Therapie anspricht, damit wir als Mutter und Tochter wieder zueinanderfinden können. Wie gehts denn bei euch mit eurem Sohn? Was hast du für eine Ausbildung gemacht?
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon maicarena » 23. April 2015, 11:09

Mein Sohn bekommt Omega IQ Mini Kapseln und es hat sich schon deutlich gebessert. Ich wollte vor Einstieg in eine Ritalin Therapie alles andere ausprobieren.
Er bekommt einmal wöchentlich Ergotherapie. Ich hoffe das es sich bald einpendelt. Darüber hinaus leidet er seit seinem 3 Lebensjahr an einem partiellem Hörverlust, den wir mit MED-EL aber gut in den Griff bekamen, was Beratung und Therapie anbelangt.
Zuletzt geändert von maicarena am 27. August 2015, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
Mia69
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon Mia69 » 23. April 2015, 23:56

hallo xena
hallo zusammen

unser sohn ist 10 jahre und hat seit 3,5 jahren die diagnose adhs. aber das hypo. das stille adhs. ich habe bereits im kindergartenalter vom sohn gemerkt das er anders ist. was nicht stimmt. wollte es aber nicht wahrhaben und dachte immer wieder daran, das ich früher auch eine extreme träumerin war. bis dann bei der einschulung oder besser gesagt, nach dem gr kiga kam...wir können ihren sohn noch nicht einschulen. der ist nicht bereit für die schule. das war kein problem dann machten wir das dritte jahr kiga, da er eh einer der jüngsten war. nach einem halben jahr hatten die kiga-lehrerin und wir dann entschieden unser sohn abzuklären. concerta....war dann nach der diagnose welche auch nicht gleich kam. da gewisse ärzte feige sind hinzustehen und eine diagnose zu stellen. aber es klappte dann bei dem dritten arzt dann doch. wir hatten so starke nebenwirkung bei concerta das wir auf ritalin umstellten. zuerst 10 mg....das war zu wenig dann wochenende und feriendosis 20mg und schuldosis 30 mg. jetzt sind wir bei elvanse gelandet bei 50 mg. die medis sind einerseits einen segen. anderenseits einen fluch! unser sohn hat kaum mehr apetit und schläft nie vor mitternacht ein. ohne medis geht es nicht. mit ist unser sohn wie ein roboter. nicht mehr der alte. medi verändert das persöndli. er ist auch nicht mehr so glücklich mit medis. unser sohn ist schon zweimal zusammengebrochen aus schwäche. nicht wegen dem medikament sondern weil er nicht isst und er keine energy hat. bin im moment zimmlich ratlos und traurig. am liebsten würde ich ihn in eine schule geben wo er so akzeptiert wird wie er ist. diese medis sind ja auf dauer auch nicht gut. gerade so. schlaf und essen brauch der mensch. lg
xena
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Re: ADHS: Austausch gesucht!

Beitragvon xena » 24. April 2015, 10:04

Hallo zusammen, erst einmal danke für eure Beiträge!
@Mia69. Das klingt nach einer ziemlichen Tortour :-( Wir haben am Dienstag diese Woche mit Ritalin 10mg begonnen, es wirkt noch überhaupt nicht – ausser, wie du schon erwähntest – unsere Tochter schläft auch ziemlich spät ein! Den Appetit hat sie noch wie bisher, aber sie war nie eine gute Esserin, ist sehr dünn, mache mir da riesige Sorgen, falls es bei einer Dosiserhöhung zu einer Appetitverminderung kommt!
Fluch und Segen ist so, aber um in der heutigen Gesellschaft funktionieren zu können und sich nicht selbst zu gefährden (Aufmerksamkeit Strassenverkehr usw.) ist es unumgänglich, Medikamente zu nehmen. Und ich als Mutter muss auch funktionieren und das kann ich im Moment fast nicht mehr. Meine Tochter macht mich regelrecht fertig :-(, ich habe gesagt, wenn ich Ritalin nehmen muss um meiner Tochter zu helfen, dann nehme ich es!
Isst dein Sohn auch das nicht mehr, was er besonders mag? Und hat er ein Hobby, was er gerne macht? Vielleicht könntet ihr den Fokus darauf legen, um ihm einfach viele glückliche Momente zu bescheren? Ist schwierig, ich kann euch total nachfühlen.... die Gesellschaft sollte toleranter werden und mit weniger Druck funktionieren, damit auch Kinder/Menschen mit Einschränkungen besser mithalten könnten! Wünsche uns allen viel Kraft...Gruss, xena

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