AD(H)S

revIa
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AD(H)S

Beitragvon revIa » 27. November 2005, 01:05

Wie in der Vorstellung schon geschrieben, hat unser Benjamin vor fast einem Jahr (Januar 05) die Diagnose ADHS bekommen. Naja, eigentlich ich... denn ich war die, die mit ihm ins Kinderspital nach St.Gallen gefahren ist.
Ich war ziemlich erschlagen von dieser Diagnose, weil ich mir eigentlich immer eingeredet hatte "er wird schon irgendwann normal". Es hat einige Zeit gedauert, bis ich so weit war, dem Arzt am Kinderspital nochmal anzurufen und mir erklären zu lassen, was das für die Familie bedeutet. Was müssen / können wir Eltern tun, um Benjamin zu unterstützen.
Zu diesem Zeitpunkt besuchte Benjamin noch eine Einführungsklasse, sollte aber dann im Sommer in die Regelschule wechseln. Weitere Termine am Kinderspital und Besprechungen mit den Lehrern und dem Schulpsychologischen Dienst warfen die Frage auf, ob Benjamin Ritalin nehmen möchte / darf. Er sprach sich deutlich dafür aus, es probieren zu wollen, und ich gab (damals noch unter Protest) meine Einwilligung.

Inzwischen ist Benjamin mit dem Ritalin so eingestellt, dass es ihm für die Schule beim Konzentrieren hilft, er aber am Nachmittag wie gewohnt "flippern" kann. Auch ich bekomme ganz niedrig dosiertes Ritalin und habe nach 30 Jahren endlich herausgefunden, wie es sich anfühlt, eine oder zwei Stunden konzentriert an etwas zu arbeiten.
Flavia
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WILLKOMMEN

Beitragvon Flavia » 27. November 2005, 18:23

Hallo

Es freut mich dass sich nun auch ADS resp. ADSH -Betroffene hier melden!
Unser Ältester ist auch ein ADSH Kind.
Noch ein Jahr besucht er die EK. Wir fragen uns auch wie er es nachher in der Regelklasse schafft.
Er ist ein Kind das in der Umgebung relativ "normal" ist, aber zu Hause kracht es dann. Das erleichtert uns zwar den Umgang mit der "Umgebung", aber zu Hause ist es dann schon seehhr anstrengend. Im Vergleich zu unserem mehrfach behinderten Jungen kostet er uns MINDESTENS gleichviel Energie...

Allerdings haben wir nur ein ADSH Kind! Ich stelle mir Eure Situation extrem anstrengend vor! Wie ist das eigentlich bekommt ihr auch Unterstützung? Kenne mich bei diesen IV Nummern nicht aus.

Wir machten mit ihm nach einander Cranio Sacral, Homöopathie und Bioresonanz. Wir haben das Gefühl dass ihm das sehr gut tut.
Nebst Logo hat er noch Ergo. Habt ihr auch Therapien?

Ganz liebe Grüsse Flavia
revIa
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also

Beitragvon revIa » 28. November 2005, 10:13

Benjamin hat Psychomotorik, wir haben mit Homöopathie versucht, jetzt Ritalin und eine Gesprächstherapie
früher kam dazu noch Logopädie und Ergotherapie
da er vor seinem 9. Geburtstag bei der IV gemeldet wurde bekommt er lebenslang Unterstützung

Matthias hat eine Gesprächstherapie

Ich bekomme Ritalin und Gesprächstherapie
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Beitragvon silviachoroba » 10. März 2006, 11:46

Hallo ihr "AD(H)S-Betroffene,

ich wollte euch nur einige Infos geben, da mein Sohn Chris erst mit 14 mit Ritalin angefangen hat. Zwischendurch haben wir auch einen Aussetzversuch von 6 Monaten gehabt, aber er brauchte das Medikament wieder. Ohne Ritalin schaffft Chris die Schule nicht. Er ist jetzt in der 8. Klasse Realschule und tut sich schwer, aber bisher hat er das Klassenziel immer geschafft. Die Lehrer wissen um seine Krankheit und helfen so gut es geht..... Das Ritalin hilft ihm sehr gut. Jetzzt muss die Dosis erhöht werden! Chris hatte nur eine Hauptschulempfehlung und schafft es jetzt trotzdem sehr gut! Allerdings hat er durch mich als Mutter auch sehr viel Unterstützung bekommen, sonst hätte er es sicherlich nicht so weit geschafft. Grüsse S. Choroba
Silvia
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ADSH

Beitragvon Wolke » 10. März 2006, 13:53

Hallo. Ich bin neu hier und sehr froh , daß es hier auch ADSH Betroffene gibt. :!:
Kurz zu unserer Familiensituation: UnsereTochter ist alleinerziehend und hat einenSohn 9 Jahre alt und seit 2 jahren ist bei ihm ADSH bekannt. Unser Enkel ist von klein täglich bei uns , da er im Nachbarhaus wohnt .
Er wurde zuerst mit Medikinet behandelt und seit 5 Wochen bekommt er Concerta. Es klappt alles , soweit man das sagen kann bei der Krankeit, ganz gut Unser Problem liegt also nicht bei uns zu Hause sondern in der Schule mit seinen Mitschülern. Die Schule ist für ihn ein reines Spießrutenlaufen.Seit seine Mitschüler mitbekommen haben , daß er Tabletten nehmen muß, hat sich die Situation zugespitz. Man nannte ihn Drogenkind !! Er selbst geht keinem Konflikt aus dem Weg und er wehrt sich wenn ihn jemand angreift. Mitschüler seiner Klasse , und es sind immer die selben , haben so eine Art Bande gebildet die ihn provozieren . Wenn er sich wehrt laufen diese zu den Lehren und beschweren sich über ihn und er bekommt natürlich den Ärger. Wenn er sich beschwert hören die Lehrkräfte nicht zu . Die ganze Sache scheint zu eskalieren und ich fühle mich machtlos weil ich nicht weiß wie ich ihm helfen kann. Wir haben der klassenlehrerin gesagt sie solle uns jedesmal ins Heft schreiben falls er ausrastet . Das ist aber bisher nicht geschehen . Nur wenn wir zur Schule gehen, weil er wieder mal verletzt wurde, (vor ein paar Wochen mit einem heißen , laufenden Fön an deer Wange verbrannt) hören wir ,was er so alles anstellt. Er würde die Kinder durch seine Art provozieren , Auf meine Frage was er denn machen würde sagte man uns er würde im Unterricht lachen !!!!! Ich bin sehr verzweifelt und weiß mir bald keinen Rat mehr. Ich bin nur froh , daß er in 3 Monaten diese Schule verläßt und in ein neues Umfeld kommt.
Es gibt immer einen Weg, nur welcher ist der richtige?
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An wolke

Beitragvon Flavia » 10. März 2006, 14:42

Ja aber hallo!!! Das ist mehr als "nur" noch mobbing das grenzt ja an Misshandlung.
Sind solche Sachen wie mit dem Föhn schon öfters vorgekommen? Da muss doch etwas geschehen! Was sagen denn deren Eltern dazu? Fühlten sich die armen Kinder so provoziert dass sie gewaltätig werden mussten? Ich kann es kaum glauben.

Wart ihr bereits beim Schulpsychologischen Dienst? Was empfehlen die Euch? Was sagen denn die Lehrer( innen) dazu?
Ich empfehle euch auf jeden Fall zu handeln. Vielleicht nach Absprache mit den entsprechenden fachpersonen.

Wünsche viel Kraft ganz liebe Grüsse Flavia
Wolke
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Beitragvon Wolke » 12. März 2006, 19:33

hallo Flavia
Beim Schulpsychologischen Dienst waren wir bisher noch nicht.
Und was die Lehrer bertrifft: Ein ADS Kind passt nicht in den Unterricht. Diese Kinder sind unormal, weil sie sich mit dem Thema ADS nicht beschäftigen . Alles was diese Kinder machen wird anders bewertet als bei " normalen" Kindern .Als Beispiel wieviel die Lehrkräfte von ADS Kindern wissen : im letzten Jahr machte die Klasse einen einwöchigen Ausflug. Medikamente und einen Plan sollten bei den Lehrern abgegeben werde. was wir auch getan haben . Als mein Enkel nach einer Woche wieder nach Hause kam , war er total aufgedreht, hatte kopfschmerzen und fühlte sich schlecht . Die Ursache fanden wir schnell heraus. Alle Tabletten die wir ihm mitgegeben hatten waren noch vollständig vorhanden. Kein Lehrer hat sich darum gekümmert ob er die Medikamente nimmt oder nicht. Als wir uns beschwerten meinte die Lehrerin , dem Jungen wäre es so gut gegangen , daß sie meinte er brauche die Tabletten nicht.Was soll man davon halten?Wenn es in der Schule Streß mit anderen Kindern gibt ist er immer Schuld . Die Streitigkeiten gibt es immer wenn gerade kein Lehrer anwesend. wenn 5 Kinder sagen er hat angefangen dann kommt er nicht dagegen an. Wenn er in seiner Freizeit mit anderen Kindern spielt gibt es so gut wie nie Streit.
Er ist in der Schule einfach abgestempelt , was soll man da gegen machen?

Na bald ist das auch vorbei, nur sollte er je wieder verletzt werden werden wir die Schule und auch die Eltern der Kinder anzeigen .
Es ist schön daß man sich hier mal alles von der Seele reden kann .
Gruß Wolke
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Beitragvon silviachoroba » 14. März 2006, 11:40

Guten Tag Wolke,

ich habe mir das durchgelesen, was mitdeinem Enkel geschieht. Das ist sehr aussergewöhnlich!!!! Bei uns an der Schule haben manche Lehrer sogar Seminare besucht, weil es immer mehr ADS Kinder gibt. Dass Kinder hänseln, ist auch ungewöhnlich. Meistens hilft es auch, wenn die Lehrer gemeinsam mit den Kindern im Unterricht sprechen und erklären, dass es manche Krankheiten gibt (und ADS ist eine Krankheit, weil der Stoffwechsel im Kopf anders abläuft), wo man regelmässig Medikamente nehmen muss. Es war in eurem Fall natürlich auch unverantwortlich, dass die Lehrer einfach nicht auf Medikamentengabe bei einem 9-jährigen nicht geachtet haben. Dass mit den Medikamenten sollte dein Enkel bei den Klassenkameraden zukünftig aber gar nicht so breit treten. Wichtig ist nur, das der oder die Klassenlehrer darüber Bescheid wissen und entsprechend auf manche Dinge achten. Z.B. wäre es wichtig, dass euer Enkel neben jemanden sitzte , der ruhig und ausgeglichen ist. Desweiteren sollte er weit vorne sitzen, um die Aufmerksamkeit besser steuern zu können. Dann ist es wichtig, dass solche Kinder hin und wieder Aufgaben während des Unterrichts bekommen, z.B. Tafel putzen, etwas holen etc.. Diese Sachen helfen schon viel.Mein Sohn mit 14 Jahren wird z.B. überhaupt nicht gehänselt und so akzeptiert wie er ist. Seine Fähigkeiten kann er z.B. im Sport ausdrücken, weil er dort am besten ist. Sport hilft ihm auch für seine Ausgeglichenheit, ganz wichtig bei dieser Krankheit (er macht dreimal inder Woche Sport). Beim Lernen braucht er natürlich oft länger als andere Kinder, aber mit Ritalin geht das ganz gut. Wenn euer Enkel mal älter ist (so 13) kann er auch ruhig Coffein nehmen, um wacher für Aufgaben zu werden. Bei Freizeiten habe ich den Lehrern immer mitgeteilt, das Chris Kaffeee trinken muss"""

So das wars erst einmal, ich wollte eigentlich gar nicht so viel schreiben,
bis zum nächsten Mal

Silvia und Antoni und chris
Silvia
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Beitragvon Wolke » 6. April 2006, 21:41

Hallo zusammen
endlich habe ich mal wieder Zeit mich zu melden und über den weiteren Verlauf zu schreiben .Unser Enkel Pascal hatte eine schwierige Zeit.
Er bekam zu Anfang das Medikament Medikinet 40mg und es ging ihm ein Jahr sehr gut , dann sollte die Dosis erhöht werden weil einfach nichts mehr klappte . Er war in der Schule immer mit vorne , besonders in Mathe.Er wurde ,weil er die Tabletten in der Schule nicht genommen hat ( wie beschrieben haben ihn die Kinder als Drogenkind bezeichnet) auf Concerta umgestellt.Nun wurden die Probleme nicht weniger sondern schlimmer. In der Schule sackte er völlig ab. In Mathe eine 2 verwandelte sich schnell . eine Arbeit " noch gut, die nächste befriedigend , wieder befriedigend und dann schließlich ein Mangelhaft. Wir waren geschockt und er ganz nieder geschlagen .Die Agression nahm zu und auch zu Hause war er nicht mehr zu lenken . Schließlich wurde er wieder auf Medikinet 30/20 umgestellt.Er kam mit der Retardtablette nicht zurecht. Im Moment kann ich noch nicht viel dazu sagen weil er die Medikinet erst seit kurzer Zeit nimmt . Ich glaube aber schon Anzeichen zu erkenne daß es besser klappt.
Werde mich mal wieder melden und meine Erfahrungen mitteilen

Gruß Wolke
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ich finde

Beitragvon revIa » 7. April 2006, 08:48

von dem Begriff "Krankheit" müsste man im Zusammenhang mit AD(H)S wegkommen.
Für die einen Betroffenen ist ADHS eine Behinderung. Im Alltag und im psychischen. Für Andere ist es ein Segen.
Ich kann von mir so viel sagen: Ich kann mich wunderbar konzentrieren, wenn ich meine Ritalin nehme, kann mich an Pläne halten, habe mich unter Kontrolle. Aber Ritalin behindert mich in meiner Kreativität extrem. Ich lege ganz gezielt Ritalin-Pausen ein, wenn ich in der Tagesplanung sehe, dass ich Zeit bzw Bedarf habe kreativ zu arbeiten. Am Wochenende nehme ich mein Ritalin auch nicht, auf Anraten des Psychiaters um einer Abhängigkeit vorzubeugen. Mein Sohn ist Wochenends auch Ritalin-frei, es sei denn wir haben gesellschaftliche Verpflichtungen wahrzunehmen. Dann möchte er sein Ritalin nehmen, weil es ihm unangenehm ist, in aller Öffentlichkeit zu flippern. Wenn immer wir es einrichten können, gehen wir sonntags ins Kaffee um zu üben ohne Ritalin gesellschaftlich verträglich aufzutreten.
Für einen erwachsenen Indigo-Menschen (ich finde dieses Wort besser weil wertungsfrei) ist es auffallend, wie pikiert "normale" Menschen auf ein Indigo-Kind reagieren. Und es ist beinahe erschreckend, wie wichtig "angepasst sein" ist.
Bevor ich selber Ritalin nahm, hatte ich den Gedanken, dieses Medikament passe ADHS-Kranke der Norm an. Inzwischen habe ich festgestellt, dass es lediglich ein Hilfsmittel ist für das eigene Wohlbefinden, für das bewältigen von Aufgaben, und insbesondere für die Kinder: um zu lernen in der geradlinigen, leistungsorientierten Gesellschaft als Indigo-Mensch klar zu kommen.

Ich muss leider dringend davon abraten, jetzt weil ich das Wort "Indigo-Kind" benutzt habe, sich auf die esotherische Auslegung zu versteifen. Ich habe einiges über Indigo-Kinder gelesen und finde einen grossteil davon einfach nur saublöd und abgehoben. So sind wir nicht. So wollen wir auch nicht sein.
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Beitragvon Beatrice » 11. Mai 2006, 19:34

Dieses Gedicht von Margrit Dietze ist einem ADHS-Kind gewidmet und wurde schon von vielen Eltern als hilfreich empfunden


Du bist anders

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

Schon am Morgen ziemlich früh,
sprühst du vor Energie.
Schmeisst vor Lebensfreude alle aus dem Traum.
Warten kannst du nicht,oh nein,
was du willst,muss sofort sein.
Brav und leise sein, so was gelingt dir kaum.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

Quirlig bist du ohne Rast,
und was du begonnen hast,
musst du nicht zu Ende bringen,das ist klar.
Denn dir fällt was Neues ein
Und auch das muss sofort sein.
Vergessen hast du dabei,das was vorher war.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

Ruhig zu sitzen find’st du dumm,
und oft schmeisst du etwas um,
weil du in Gedanken wieder ganz woanders bist.
Hosen,Dinge ohne Zahl gehen kaputt zu meiner Qual.
Zählen kann ich kaum,was du mal wo vergisst.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

Wenn dich was Neues interessiert,
bist du gar nicht mehr blockiert.
Bist begeistert bei der Sache ganz und gar.
Doch ist es nicht mehr interessant,
legst du’s ganz schnell aus der Hand,
weil es für dich so kurz nur etwas Neues war.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

So viele, die verstehn dich nicht
Denn böse Absicht ist das nicht.
Du hast ein sonniges Gemüt,das weiss ich fest.
Sie meinen du willst so wild sein,
doch glauben wolln sie’s nicht,oh nein,
dass deine Krankheit dich vieles so machen lässt.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.

Drum lernen wir zusammen nun,
gemeinsam was dagegen tun.
Und Schritt um Schritt wird’s besser für uns Zwei
ein Stück.
Ich lerne immer neu von dir
Und du lernst auch etwas von mir.
Alleine sind wir dabei nicht,zu unserm Glück.

Du bist anders, du mein Kind,
anders als die Meisten sind.
Doch gerade das macht dich zum Original.
Du bist anders, du mein Kind,
bist ein wilder Wirbelwind.
Doch ich nehm dich an und liebe dich total.


Margrit Dietze
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Beitragvon Gabi » 6. August 2006, 11:04

Hallo
Olivia hat auch ADS und POS es ist nicht einfach man könnte mit der wand sprchen die bleibt wenigstens stehen.
Sie geht in die Einführungsklasse in der Sprachheilschule aber sie hat auch dort ihre Mühe.
Manchmal find ich es zu Heulen da wir auch Janosch haben der Pflegebedürftig ist und viel Zeit in anspruch nimmt.
Liebe Grüsse Gabi

Verein Hilfe zur Selbsthilfe
http://www.vhzs.ch

http://janosch-unser-spezielles-kind.blogspot.ch
Morbus-Hirschsprung, MEN Typ 2a, Kurzdarmsyndrom usw.

MEIN BAUCH
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ADHS

Beitragvon Wolke » 5. Februar 2009, 15:27

Hallo , ich melde mich mal wieder nach langer Zeit.
Ich habe von meinem Enkel Pascal geschrieben der große Probleme in der Grundschule hatte.Meine Hoffnung in der weiterführenden Schule wüerde alles besser hatte sich zerschlagen. Meine Tochter ist in die Nähe von Aachen gezogen und Pascal besuchte dort die Gesamtschule. Ein weiter Weg mit dem Bus, die Ganztagsschule , spät nachmittags , manchmal erst um 17:00 Uhr zu Hause sein , das war total chaotisch. Dazu kam noch , daß er seine Tabletten nicht regelmäßig nahm.Kurz und gut, er wollte wieder zurück.Nach langem hin und her haben wir uns entschlossen ihn zu uns zu nehmen.
Er ging dann bei uns zur Realschule. Anfangs ging es ganz gut, doch dann kam der alte Trott.
Die Schüler grenzten ihn aus . Er wurde gemobbt nach Strich und Faden. . Albträume nachts mit Schreien und Weinen . Auch hier unternahmen die Lehrer nichts. 2 Jahre waren die größte Qual. Währender vorher in der Grundschule zu schlug , ließ er sich hier alles gefallen.das Medikament Medikinet wirkte in der höchsten Dosierung nicht mehr.
Die schulnoten sanken ab.war er vorher sehr gut in Mathe schrieb er jetzt vieren und sogar eine fünf. Dann wurde er wieder mal auf Concerta 56mg umgestellt. Und siehe da es klappte super. Er ist gar nicht mehr wieder zu erkennen. Wir haben die Schule gewechselt. jetzt geht er bei uns direkt neben an in die Gesamtschule. er hat Freunde gefunden und geht gerne zur Schule. In Mathe ist er einer der besten in der Klasse . In jedem Fach arbeitet er gut mit. Nur seine Handschrift ist eine Sauklaue. Aber er arbeitet daran. Er ist ein fröhliches Kind geworden und er kann jetzt viel besser seine Pflichten ausüben, die er vorher gar nicht akzeptiert hat.

Meinem Mann und mir geht es nach all den unruhigen,schweren und nerrvenaufreibenden Jahren endlich gut. Pascal besucht seine Mutter regelmäßig und hat inzwischen zwei Schwesten bekommen die er sehr liebt und ich oft zu uns hole .

Das war es was ich euch berichten wollte , weil ich euch Mut machen möchte
Gruß Wolke
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AD(H)S

Beitragvon Veronika » 4. September 2009, 10:22

Hallo,

Bei meienr Tochter besteht auch der VCerdacht auf AD(H)S, sie ist nun in der zweiten Klasse und in der ersten Klasse hatte sie enorm Probleme in der Schule vor allem mit der Lehrerin. Ständig musste ich in die Schule gehen und mit ihr reden, ende des Jahres also kurz vor dem Sommerferien hat sie sie sogar heimgeschickt mitten in der Schulstunde, es würde so nicht mehr weiter gehen sie könne sich an keine Regeln halten und würde ständig widersprechen und es fehle ihr der Respekt der lehrerin gegenüber. Sie verlangte das meine Tochter zur Schulpsychologin geht. Und der Schulleiter ist anderer Meinung, sie wäre schon dort gewesen vor zwei Jahren (Anfangs 1.Kindergarten) und das sei nicht nötig.
Jetzt habe ich mich an die Spielzeit in Zürich gewendet. Kennt sie Jemand? Sie machen nun auch Werbung im Fernsehen. Nun ist sie dort bei einem Psychotherapeut. Der meinte die Schule wrde Kinder die sich halt nicht sofort unterordnen sofort als "nicht normal" einstufen. Heute erwartet man von den Schülern nur noch Gehorsam, anpassung.
Zum Glück hat sie nun in der zweiten Klasse andere Lehrerinnen bekommen, ob es mit ihnen besser klappt müssen wir noch abwarten. Aber der Psychotherapeut meinte, es käme extrem auf die Lehrer an und nur anhand was sie mir oft ins Kontakheft geschrieben hat meinte er, diese Lehrerin mag unsere Tochter überhaupt nicht.

Meine Meinung: auch wenn es Lehrer sind, darf man sich nciht alles gefallen lassen, es geht um unsere Kinder und sowas kann das ganze Leben prägen
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Beitragvon Flavia » 4. September 2009, 20:34

Hallo Wolke

Es freut mich positives von euch zu lesen, sorry leider erst jetzt, muss ich völlig übersehen haben!
Es ist schon sehr nervenaufreibend allem gerecht zu werden.
Dem besonderen Kind mit anderen Bedürfnissen als es in der "Regelschule"mölglich ist, den Lehreren, den anderen Familienmitgliedern und dann noch die Eltern selber.....

Hoffen wir dass er weiterhin so gut auf Concerpta anspricht!!

Hallo Veronika

Ich glaube ADHS Kindern sind viel viel empfindlicher auf zwischenmenschliches. Wenn eine Lehrperson unsicher ist, genervt oder einfach die Sympathie nicht sonderlich gross ist merken das die Kinder und es wirkt sich extrem negativ aus.
Lehrer/Innen die sicher auftreten (weil sie sich aber auch so mit ADHS Kindern fühlen !) und sich über ADS/ADHS informiert haben, haben generell weniger Probleme.

Wünsche euch dass die Chemie nun besser stimmt!!


Ganz liebe Grüsse Flavia

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