Diabeteswarnhund

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Diabeteswarnhund

Beitragvon Hundezentrum » 29. Februar 2012, 07:37

Hallo zusammen

Sicher habt ihr schon mal von Diabeteswarnhunden gehört. Bis jetzt gab es diese Ausbildung in der Schweiz nicht. Ich darf euch aber mitteilen,dass ab sofort bei uns solche Hunde ausgebildet werden. Dies einfach zu eurer Info.

www.assistenzhundezentrum.ch
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Beatrice
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Re: Diabeteswarnhund

Beitragvon Beatrice » 1. März 2012, 23:23

Hoi Du

Als Hundefan weiss ich schon lange, dass Hunde sehr wertvolle Tiere sind - mit vielen Werten und Talenten, die man fördern kann. Und da Hunde auch einen helfenden Charakter haben, wenigstens die meisten, so denke ich , man kann es verantworten, ihnen einen Job zu geben, mit dem nötigen Respekt vor dem Tier.

Ich kenne sicher hundert Blindenführhunde an der Nasenspitze und mit Namen.
Ich kenne 2 Autismusbegleithunde, wenn auch diese nur von Berichten
Und ich kenne Epilepsiewarnhunde,
Und auch Le-Copain-Hunde.
Und sehr viele edle Hunde, noch ohne Berufsbezeichnung.

Dass es aber auch Diabeteswarnhunde gibt, das wusste ich nicht.

Ich finde es schön, dass ich davon erfahren durfte.

Danke und liebe Grüsse

Bea
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Man sieht nur mit dem HERZEN gut.
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Re: Diabeteswarnhund

Beitragvon Hundezentrum » 2. März 2012, 07:47

Ja das ist so. Ich finde es auch für die Hunde eine tolle Aufgabe. Ich Wir :D haben übrigens auch einen Autismus Begleithund. Durch diese Ausbildung bin ich auf die Diabetes Warnhunde gestossen. Als ich gesehen habe wie viel Entlastung dies auch grad Eltern bringt wusste ist,dass ich das lernen will und in die Schweiz bringen. Grad Kinder die sich schwer einstellen lassen,profitieren sehr. Wie oft stehen Eltern in der Nacht auf um zu kontrollieren ob alles ok ist. So werden sie vom Hund geweckt wenn was sein sollte. Dazu finde ich es für Kinder toll mit einem Hund aufzuwachsen :D
Ich war vor ein paar Jahren hier im Forum mit der Frage ob ich unsere Tochter ein paar Nächte in eine Wohngruppe geben soll,als Entlastung. Sie hat Autismus und schlief damals praktisch nicht. Seit wir unseren Hund haben ist sie wie ausgewechselt. Wir hatten schon immer Hunde ,aber diese Ausbildung ist super. Ich biete diese auch an,nur es gibt in Allschwil nun auch solche Hunde. Unsere Tocher ist nun seit den Sportferien wieder ganz Zuhause und ich denke der Hund hat viel dazu beigetragen.
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Re: Diabeteswarnhund

Beitragvon Beatrice » 2. März 2012, 18:12

Hoi Du
welch schöne und kostbare Mitteilung. Sie rührt mich zu Tränen, weil sie mich freut.
Und abgesehen davon, dass es solche Hunde gibt und dass sie phantastische Wesen sind, an die man sich auch anlehnen kann oder ihnen, sofern man Worte hat, etwas aus seiner Seele erzählen kann, ohne dass er hingeht und alles ausplaudert, oder es wie wild herumbellt. Und dass man denke ich zu ihm auch einen Kontakt findet, wenn man keine Worte hat, weil er die Schwingungen der Seele viel besser versteht als der Mensch und praktisch nie das Falsche tut, wenn er es aufnimmt. Er folgt einem mütterlichen Instinkt, auch wenn er ein Rüde ist, und "rüde" ist er überhaupt nicht, doch ein sanfter Tröster oder Mutmacher oder weiteres Gutes.

Und was mich ganz bemerkenswert dünkt, ist, dass man diesen Schatz überhaupt geben darf, die Erkenntnisse, die man gewonnen hat, dass es dazu besondere, sogenannt behinderte Kinder braucht, denen manche das Daseinsrecht oder Bleiberecht so gerne absprechen würden, auch mir, denn auch ich bin/war ein besonderes Kind und kann eines Tages einen Blindenführhund zu meinen besten Freunden haben.
Und es wird die Blindheit erträglicher machen, mich versöhnen, mit dem schon noch etwas gefürchteten Weg, der da vor mir liegt und vermutlich kommt. Er wird mich versöhnen mit dem Schicksal und mir Frieden, Schutz, Geleit, Freude und seine absolute Treue dafür geben.

Heute knuddle ich alle Hunde, die sich gerne knuddeln lassen, weil ich sie einfach liebe. Wenn ich einen Hund haben möchte, muss ich aber auch noch lernen, mit einem geliebten Begleiter auch streng zu sein. Weil er mir sonst auf der Nase rumtanzt, wenn er nicht versteht, wo die Grenzen der Arbeit liegen und wo er frei ist - besonders wenn es so ein sympathischer Labi-Labrador ist,der gerne ein bisschen übermütig oder auch eigensinnig ist. Man muss ihm einfach beides geben, die Freiheit und die Grenze und dann kommt es gut.
Wenn Du nun in Allschwil arbeitest, vielleicht kanntest Du Bolero? Oder Dallas? Fuego oder Lance? Und dann haben wir gemeinsame Bekannte, die ganz tolle Charakter haben und doch wirst Du vielleicht auch wissen, was da zwischen den Zeilen stehen könnte.

Gestern habe ich mich von hier vorübergehend verabschiedet, weil ich glaubte, die totale Schwere auf meiner Brust bedeute, das Ausgebrannt-Gefühl, bedeute wohl nun doch, dass ich ein Burnout habe. Und ich habe es ganz ungläubig angestarrt.
Und heute habe ich erfahren, dass ich "nur" eine ziemliche Lungenentzündung habe und da sie nur innen Fieber machte, habe ich das nicht mal gemerkt, ausser das teuflische Halsweh und das Feuer in der Luftröhre, das ich aber einer Lungenentzündung nicht zuordnen konnte, obwohl ich medizinisch etwas ausgebildet bin.
Und je nachdem, wo ich gewesen wäre damit, hätte so ein Nicht-Merken böse Folgen haben können, für mich und für andere, denn es ist ansteckend und ich sitze hier zu Hause mit Mundschutz herum.

Und seit ich es weiss, habe ich wieder Energie, obwohl es logischerweise mit einer einzigen Dosis Antibiotika intus medizinisch noch gar nicht möglich ist - aber seelisch sehr wohl.
Und weil auch Lungenentzündungen tückische Folgen haben, wenn man sie nicht merkt, da träume ich ein bisschen, dass es evtl. auch Pneumonie-Warnhunde geben könnte - irgendwann....

Deine Nachricht hat mir gut getan und ich hoffe, meine auch Dir

Liebe Grüsse und alles Gute und ich grüsse und knuddle halt erst mal aus Sympathie und noch ohne Strenge alle Deine Diabetes-Warnhunde und den Autismusbegleithund mit dazugehörigem Schützling. Glaub mir, sie sind ein gutes Gespann, so wie Du es schilderst und Autisten sind nicht, wie man meint, nur eingekapselte Egoisten. Auch sie können viel geben, es muss halt nur verstanden werden. Ihr habt es verstanden und der Hund sowieso, eben weil er die Schwingungen der Seele spüren kann.

Ganz liebe Grüsse und ich freue mich, Dich wieder zu lesen

Bea


Zu diesem Thema gibt es nun auch ein Buch, herausgegeben von Eltern eines diabetischen Jungen, der im Alltag von einer Diabeteswarnhündin begleitet wird:

AUS DEM TAGEBUCH EINES DIABETIKERWARNHUNDES
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Titel: "Lulu Hopp Niedrig"
Untertitel: Aus dem Tagebuch eines Diabetikerwarnhundes
aufgeschrieben von Franziska Drewes
Vorwort von Matthias Steiner. Herausgegeben von Berit und Robert Quaß
Verlag : Wiedenverlag Crivitz, September 2011
ISBN : 978-3-942946-04-9, Paperback, 242 Seiten, mit farbigen Fotos bebildert

Preisinfo : 12,95 Eur[D] / 13,40 Eur[A] / 18,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.

Erhältlich im Buchhandel

Zum Inhalt:
Dies ist die wahre Geschichte des Jungen Arnold Quaß, erzählt aus dem Blickwinkel seiner Labradorhündin Lulu, die wegen ihrer erstaunlichen Fähigkeiten, seine Verbündete wird im täglichen Kampf mit der bislang unheilbaren Krankheit Diabetes.
Dateianhänge
Diab Lulu Hopp Niedrig 001 [50%].jpg
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Re: Diabeteswarnhund

Beitragvon michaela-33 » 5. August 2013, 09:15

cool, danke für die Info

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