Wie erholt Ihr Euch?

Andrea mit Roman
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Re: Wie erholt Ihr Euch?

Beitragvon Andrea mit Roman » 9. Juni 2012, 22:37

hallo Daniela
du sagst, finanziell ist es nicht so rosig bei Euch.
Bekommts Du für Yves Hilflosenentschädigung?
Wir setzten diese ein für die Putzfrau, die einmal die Woche den grossen Putz macht und für Entlastungsdienst. Alleine ohne Unterstützung würde ich es nicht schaffen,obwohl ich nur 2 Kinder habe!
Nur wenn es Dir gut geht, kann es auch deiner Familie gut gehen!
herzliche Grüsse
Andrea mit Roman (5/2000), Downsyndrom (Trisomie 21),Hörbehindert und schwerer Sprechdyspraxie. Verständigt sich mit Sprache, Gebärden und Mintalker.
Annett
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Re: Wie erholt Ihr Euch?

Beitragvon Annett » 11. Juni 2012, 08:54

Ich finde Gartenarbeit in der Woche immer sehr entspannend - das tut der Seele gut. Online Druckerei
:wink: Aber auch mal spontan ein Wochenende am See oder in einer netten Unterkunft bewirkt oft Wunder.
Maura
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Re: Wie erholt Ihr Euch?

Beitragvon Maura » 18. Juni 2012, 22:29

Erholung gibt es bei mir nur in Form von kurzen Augenblicken. Oft finde ich Kraft und neue Energie in der Natur bei einem schönen Anblick, dem Gefühl von Sonne/Wind/Regen auf meinem Körper, dem Geruch nach Blumen/Moos/Harz/Pilzen/Wald etc. Ich nehme diese kleinen Dinge viel intensiver wahr und bin umso dankbarer für solche wunderbaren Momente. Was auch ganz gut wirkt ist ein Kurzschlaf von 3-5 Minuten am Tag, danach fühle ich mich auch nach einer Nacht mit nur 2-3 Stunden Schlaf wieder fähig, meine Aufgaben zu erledigen. Meist mache ich diese Nickerchen direkt neben meinem behinderten Sohn, damit ich sofort reagieren kann, wenn er mich braucht. Ich habe ein gutes Gespür auch während dem Schlafen und merke, wenn etwas nicht stimmt. Als ich vor 2 Jahren kurz vor einem Burnout war, haben wir eine Putzfrau angestellt. Kann ich wirklich nur empfehlen, obwohl ich mich zu Beginn auch überwinden musste, jemanden Fremden diese Arbeit machen zu lassen. Aber wenns von der Person her stimmt...für mich war es die Rettung. Es ist einfach beruhigend und hilfreich, wenn man weiss, dass jede Woche jemand für 2 Stunden vorbeikommt und danach die Wohnung glänzt :D. Eine längere Auszeit kommt für mich nicht in Frage, einerseits ist es organisatorisch nicht möglich, andererseits weiss ich, dass ich mich mehr sorgen als erholen würde, wenn ich nicht in der Nähe meines Sohnes bin. Wir haben schon mehrere bange Momente erlebt, in denen wir nicht wussten, ob er bei uns bleiben würde. Darum kann bzw. möchte ich nicht länger als 3-4 Stunden ohne ihn sein.

Euch allen viel Kraft und erholsame Momente,
Maura
Seid so mutig und tapfer wie unsere besonderen Kinder!

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