IV-Abklärung

AnnaMaya
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IV-Abklärung

Beitragvon AnnaMaya » 7. Januar 2010, 09:45

Guten Morgen zusammen,

ich weiss, wahrscheinlich wurde dieses Thema schon x-Mal besprochen, trotzdem eine oder mehrere Fragen :roll:

Nächste Woche kommt die Dame von der IV bezüglich der Hilflosenentschädigung für Maya.
Muss ich irgendwas beachten? Habt ihr Tipps für mich. Ich finde es recht schwer zu sagen was ich für Maya mehr Aufwand habe, da sie mein einziges Kind ist und alles normal ist. Ich kenne es nicht anders.

Andererseit weiss ich schon dass ich vieeel mehr Arbeit habe....

Wie kann ich das am besten veranschaulichen?

Danke euch schon mal im voraus.

Alles Liebe

Anna
Anna, 29, mit Sonnenschein Maya (08, SB, HC)
Flavia
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Beitragvon Flavia » 7. Januar 2010, 10:30

Gut dass du dich vorbereitest!! Ich war das erste mal komplett überfordert, im nachhinen kam mir noch diverses in den Sinn....

Schreibe dir alles auf was du nur schon an Fahrten hast (Kinderarzt, Therapien, Spitäler, auch Therapien die die IV nicht zahlt wo du aber hin gehts um deinem Kind Gutes zu tun und es förderst.( z.B.Bioresonanz, Homöopathie, Musiktherapie e.t.c.)
Zähle die Stunden inkl. Fahrt die dabei "draufgehen".
Wieviel mal wickelst du, putzt du die Zähne, duschts oder badest du es. Wieviel mal muss das Bett frisch angezogen werden weil es vielleicht erbrochen hat oder alles nass war...( natürlich wenn es im Zusammenhang mit der Besonderheit ist)
Zum Teil werden Sachen angerechnet wenn sie ein Mindestmass erfüllen. Wenn du z.B. dein Kind vor deinem Essen fütterst wird es angerechnet während deinem Essen nicht!!!!
Und sind wir ehrlich wenn man das Kind während dem Essen füttert kommt man selber ja kaum gross zu essen...etwas ganz stumpfsinniges!

Du darfst mir auch gerne telefonieren wenn du noch mehr Fragen hast!!
055 412 37 73

Liebe Grüsse Flavia kälin
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Beitragvon Sylvia Schlatter » 7. Januar 2010, 10:32

Hallo Anna,

wenn die Dame erst nächste Woche kommt, kannst Du Dir ja jetzt noch aufschreiben, was Du so den ganzen Tag machst. Vergiss auch nicht zu erwähnen, wenn Du mehr Wäsche hast als üblich, z.B. wenn dein Kind dauernd Durchfall hat, und mehrmals täglich von Kopf bis Fuss frisch angezogen werden muss, dann ist es ja nicht nur der Aufwand der Zeit zum umziehen, sondern eben auch die Wäsche zu waschen, zu bügeln und zu falten.

Viel Glück und eine gute Zeit

Sylvia
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Beitragvon Heidi+2 » 7. Januar 2010, 17:56

Hallo Anna

Ich würde mir einen ganzen Tagesverlauf aufschreiben und dazu was sonnst noch die ganze Woche durch noch so anseht. Sie sagen Dir dann schon was bei einem gesunden Kind normal ist und was bei Euch mehraufwand ist. Also wiklich alles aufschreiben und auch die Zeit die Du dafür brauchst. Bei letzten mal bin ich sogar mit der Stoppuhr die Zeit messen gegangen. Weil für Dich ist es nur Kurz aber bis Du aufgestanden bist und Dich wieder hingesetzt hast vergeht mehr Zeit als Du denkst.
Ein besonderes Kind kann einem Viel geben
Gruss Heidi

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Beitragvon orphan » 8. Januar 2010, 13:59

Ich kann dir auch nur raten, alles aufzuschreiben. Ich hatte im Dezember ein Gespräch und habe einen Tagesablauf, einen Zeitplan sowie alle Besonderheiten (Seine "Behinderungen", die Mehraufwand verursachen) meines Sohnes aufgeschrieben. Zudem hatte ich auch noch eine Liste mit den Zeiten, aller Therapien, Arztbesuche, Kontrollen, Hörgeräte etc. die wir innerhalb eines Jahres haben (inkl. An- und Rückfahrt).
Wenn du nachts aufstehen musst, solltest du das auch erwähnen.

Mir ging es beim ersten Gespräch auch so, dass ich komplett "überfallen" wurde und überhaupt keine Ahnung hatte, was ich eigentlich tatsächlich an Mehraufwand leiste. Dies hatte zur Folge, dass ich falsch eingeschätzt wurde und diese Einschätzung erst nach zwei Jahren erneuert werden konnte.
Eine Ärztin hat mich darauf aufmerksam gemacht, was ein Kind mit der Krankheit meines Sohnes eigentlich zu Gute hätte.
Im Oktober 09 hatte ich dann - nach zwei Jahren - eine "Neueinschätzung". Dieses Gespräch lief dermassen schief - die Dame von der IV hat mich nicht verstanden - dass ich schon vor der Beurteilung ein anderes Gespräch gefordert habe. Dieses hat dann im Dezember 09 stattgefunden.
Kürzlich habe ich den mündlichen Bescheid bekommen, wie mein Sohn eingeschätzt wurde und nun ist tatsächlich alles so gekommen, wie mir das diese Ärztin erklärt hat ...!!!

Die Gespräche mit der IV sind nicht einfach. Wenn du die Möglichkeit hast, jemanden (Mann, Arzt, Therapeut, etc.) beim Gespräch dabei zu haben, dann macht das!!! Unterstützung kannst du immer brauchen.

Viel Glück.

Grüessli
orphan
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Beitragvon chrigi » 8. Januar 2010, 23:52

Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen.
Es ist eigentlich alles gesagt bzw. geschrieben worden. Vorallem schreib Dir diese Dinge auf, denn sonst wirst je nach IV-Person total überfahren und die eigenen Worte werden Dir im Mund umgedreht. Tragisch aber leider wahr.

Ich wünsch Dir viel Glück für das Gespräch nächste Woche.

Lg Chrigi
Wenn Gott eine Türe schliesst, dann öffnet er ein Fenster.
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orphan
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Beitragvon orphan » 24. Januar 2010, 13:15

Hallo Anna

Wie ist dein Gespräch mit der IV gelaufen?

Wir haben letzte Woche den Vorbescheid erhalten. Nun hätten wir 30 Tage Zeit, um Einsprache zu machen. Aber wir sind mit dem Entscheid einverstanden. Das zweite Gespräch scheint also ganz gut gelaufen zu sein und man hat richtig erkannt, wie stark unser Sohn in seiner Selbstständigkeit eingeschränkt ist bzw. eigentlich gar keine Selbstständigkeit hat!

Hoffe, dass bei dir auch alles positiv gelaufen ist!

Grüessli
orphan

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