Hospiz in der Schweiz!?

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CéliNico
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Hospiz in der Schweiz!?

Beitragvon CéliNico » 19. Februar 2008, 00:56

Hallo ihr Lieben zur späten Stunde!

Was hier in der Schweiz noch mehrfach fehlt sind einige Hospiz-Institutionen! Denn leider gibt's keines wie in Deutschland! Hattet ihr die Sendung von der Sternenbrücke aus Hamburg gesehen? Wurde nun mehrmals gezeigt. Fand es immer wieder traurig! Mir rannen nur so die Tränen herunter aber in solch einer Institution würde ich gerne Ferien machen! Denn ich lebe ja mit sterbenden Kindern zusammen :!:
Dabei werden auch Kinder Tags-wie Nacht's beaufsichtigt!
Auch verabschiedet... Man kommt sich näher... mit Familien, alleinerziehende Mütter/Väter, mit besonderen Kindern. Wobei wir unterstützt würden!

Ich kenne nur das Aladdin-Lager dies aber nur für kurze Zeit Ferien anbietet. Dies ist in Kandersteg! Und dies hat leider nur normale Pfadi-Betten-Zimmer! Denn leider könnte ich dort nicht hin weil meine Kinder aus diesen Betten einfach herausfiehlen! Matratze auf den Boden wäre eine Möglichkeit aber bei diesen engen Zimmern! Dies Organisation ist für besondere Kinder gestaltet die in normalen Betten schlafen können. :cry:
Also haben wir doch eine Marktlücke!!!

www.aladdin-stiftung.ch

hier seht ihr mehr darüber!
Sowas gibt's auch noch in der Nähe von Davos am Wolfganspass! DAVOS HEALTH . Sehr schön gelegen! Auch wenn da die Kinder betreut werden ist es nicht jederzeit so gedacht. Die ersezt kein Hospiz!

Zum Glück habe ich meine Eltern, somit fahre ich im Juni mit Céline noch in die Ferien. Aber nächstes Jahr? Hm...... Vielleicht kann ich sie gar nicht mehr tragen mit meinem Rücken. Ferien vorbei... :cry: :x

http://www.davos.ch/scolignia-001-10010204-de.htm

Seid lieb gegrüsst!

Daniela
Ich 1970 mit Céline *30.4.2002/t29.8.2011+*Nicola 20.10.2003 beide: PCH-2 Werden nie Gehen,Sprechen,alleine Stehen,Sitzen+Essen können..aber dafür "Lachen"
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batida
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du hast recht

Beitragvon batida » 25. Februar 2008, 22:11

:? ... leider... :?

dies müssen wir ändern. - und wenn wir was gelernt haben, zusammen mit mael: hilf dir selbst, dann wird geholfen!

wie du ja sicher weisst, ist es bei uns in den vereinsstatuten von intensiv-kids drin, dass wir bereit wären, mitzuhelfen, bei der lancierung eines solchen hospizes oder allenfalls dann selber aktiv werden, sobald wir eine gewisse grösse erreicht haben. - ziel ist es, dass wir dies in ca. 2 jahren in angriff nehmen können, wenn bis dahin nichts anderes geschehen ist.

wenn wir allerdings schneller wachsen, kann dies durchaus auch früher geschehen.. ich denke, wir wollen mit intensiv-kids mal dem bedürfnis eines solchen ferien und sterbehospizes gesichter verpassen... naja.. jetzt ist es noch eine vision... NOCH :wink:

das verrückte ist ja, dass man eigentlich mit intensiv-kindern so nicht erholungsurlaub machen kann, ohne dass die kids "weg" müssen... seien wir ehrlich: ein intensiv-kind bedeutet einfach eine grosse herausforderung und fordert präsenz.. und das natürlich auch in den ferien. - dort können wir nicht einfach mal eine woche aufs sondieren und verbandwechseln verzichten ;-).. -

ob sich das realisieren lässt, dass familien mit den kids wo ferien machen können? oder wollen wir lieber einen ort, wo die kids in die ferien können, intensivbetreut werden und die familien können gut wegfahren, weil sie die kinder aufgehoben wissen. - wenn ich ehrlich bin: mael in die ferien ins spital geben, kommt für mich nur im alleräussersten notfall in frage. - dann nämlich, wenn ich kurz vor dem kollaps stehe... sonst müssen wir uns anderst arrangieren. - zur zeit halt noch ohne hospiz.

ebenso finde ich diese institutionen nötig, weil man als "belastete" familien endlich mal auf leute trifft, welche auf den gleichen pfaden weilen.. welche vielleicht auch mal froh sind, tabuthemen offen anzusprechen, ohne gleich ein verzweifeltes gegenüber zu haben.

die letzte begleitung kann im falle des entlastungs- und sterbehospizes dann auch in einem für das kind gewohnten umfeld geschehen, wenn die kinder zuvor dort in den ferien waren. - es ist dann auch ein positiver ort, weil man schönes erlebt hat. - und doch gehört dann auch der letzte weg dazu.. aber, in einem umfeld, wo man sich im idealfall wohl fühlt und auch leute trifft, die einem mittragen helfen.

wie das grosse motto von intensiv-kids lautet: ZUSAMMEN SIND WIR STÄRKER!
Wir lassen uns nicht behindern!
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CéliNico
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Beitragvon CéliNico » 27. Februar 2008, 13:34

Hey batida,

ja, ich habe es in der HP gelesen, dass ein Hospiz mal geplant wäre. Ob nur lancierung oder dann ganz selber eines aufbauen.
Wäre super toll, wenn dies bald möglichst wäre. Ich verstehe natürlich auch dass der Verein erst richtig anlaufen muss.

Das stimmt, wenn wir Eltern uns selber erholen möchten, dann müssten wir ohne Kinder verreisen. Aber 1Woche reicht nicht, dass man sich dann fiter fühlt. Da müsste man schon 1Monat ohne Kinder Ferien geniessen. Aber wer macht das schon gerne? Aussert man ist sicher, dass das Kind gesundheitlich stabil ist! Meine Kinder können jederzeit sterben und desshalb will ich gar nicht alleine wegfahren für solch' eine lange Zeit. Denn ich möchte kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich in den Ferien bin und dann eines von den Kindern stirbt.
Desshalb wäre ein Hospiz genau das Richtige. Denn dort kann man mit den Kindern und als alleinerziehende Mutter/Eltern zusammen hin und kann sich trotzdem erholen! Und sogar sich mit andern Eltern austauschen! Für mich ist dies jedenfalls realistisch. Dann könnte ich das 1.Mal mit beiden Kindern verreisen und mich erholen.
Da käme dann einfach nur noch das Thema: Wie komme ich in das Hospiz? Welcher Fahrdienst ist finanziell zahlbar?

Ja, wer gibt die Kinder schon gerne ins Spital ab? Dies ist ja gar nicht machbar! Denn Spitäler nehmen keine Kinder auf wenn die Eltern verreisen möchten! Aussert sie sind krank!
Die Aerzte vom Inselspital haben mir mal gesagt: "Sie können ihre Kinder, wenn Sie überlastet sind immer abgeben." Aber dies ist blödsinn! Denn genau dann, als ich es brauchte, war's nicht machbar! Eigentlich sollten ja auch die Heime dafür sorgen, dass sie ein Kind mal länger bei sich behalten. Eben mal spontan und nicht vorausgeplant!

Auch Kinder in die Ferien schicken wäre eine gute Idee! Aber leider müssen da die Kinder ja gesund sein! Denn Céline wird nämlich nicht in die Ferien mitgenommen, da sie zuviele Krampfanfälle macht. Und diese Verantwortung will niemand tragen! Desshalb lebt Céline auch viel mehr bei mir zu Hause als im Heim!

Ja da hast du recht! Das Kind muss nicht unbedingt im Hospiz sterben, aber wenn's dort passiert ist dies auch recht. Eigentlich egal wo, nur eines ist mir wichtig. Ich würde gerne dabei sein und die Hand halten wenn sie von mir gehen. Auch wenn's verdammt weh tut.

Gemeinsam sind wir stark!

LG Daniela
Ich 1970 mit Céline *30.4.2002/t29.8.2011+*Nicola 20.10.2003 beide: PCH-2 Werden nie Gehen,Sprechen,alleine Stehen,Sitzen+Essen können..aber dafür "Lachen"
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Raphael
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Beitragvon Raphael » 10. April 2008, 09:04

Hallo zusammen

Wie wär's, wenn wir ein Sponsoren Event machen würden. Es ist schon lange ein Traum von mir, meine Muskeln mal für einen guten Zweck spielen zu lassen. Eure Kinder Hospiz Idee ist mir sehr sympathisch. Ich denke niemand ausserhalb einer solchen Familie kann nachvollziehen, was es heisst, ein sterbendes Kind zu begleiten. Ich denke ein solches Hospiz würde Euch viel helfen.

Das wäre echt cool so ein Event zu organisieren.

Gruss Raphael
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Beitragvon Gabi » 13. April 2008, 07:07

Hallo Raphael
Ich fände das eine ganz tolle Idee wir werden sicher auf dich zurückkommen werde es dem Vorstand mal weiter geben.

Herzlichen Dank für dei Intresse.
Liebe Grüsse Gabi

Verein Hilfe zur Selbsthilfe
http://www.vhzs.ch

http://janosch-unser-spezielles-kind.blogspot.ch
Morbus-Hirschsprung, MEN Typ 2a, Kurzdarmsyndrom usw.

MEIN BAUCH
http://magen-darm-erkrankungen.blogspot.ch
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... Ideen und Vorstellungen... lasst uns träumen

Beitragvon batida » 7. Mai 2008, 22:37

hey leute

die kinderhospizarbeit auch in der schweiz voranzutreiben ist ja unter anderem auch das ziel von unserer elternvereinigung...

nun.. lasst uns wissen, wie ihr euch ein solches haus denn vorstellt.....

ich wünschte mir zum beispiel, dass die kinder nicht "nur" zum sterben dorthin dürfen, sondern erst mal entlastungsaufenthalte für eltern bzw. aufenthalte MIT den eltern dort erLEBEN dürfen.. z.b. während ferien.. die kinder sollten betreut werden können und in einem späteren zeitpunkt auch schon schöne erinnerungen an das haus haben, wenn sie sich dann zum letzten mal auf den weg ins hospiz machen.. vertrautheit schaffen.. wenns möglich ist!

wie schon anderenorts erwähnt ist dieses haus für mich eine grosse inspiration: www.sternenbruecke.de

lasst uns an euren gedanken teilhaben!!
Wir lassen uns nicht behindern!

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