Behindertengerechte Spielplätze in der Schweiz

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Beatrice
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Behindertengerechte Spielplätze in der Schweiz

Beitragvon Beatrice » 12. Juli 2011, 12:59

In Unterwasser ist der erste behindertengerechte Spielplatz der Schweiz eingeweiht worden. Das Toggenburg ist Pilotregion im Projekt «Ferien für alle». Der Spielplatz wurde von der Stiftung «Denk an mich» lanciert.
http://www.denkanmich.ch/spielplaetze/s ... terwasser/
Der Spielplatz in Unterwasser zeichnet sich durch multifunktionale Spielgeräte aus. Der Zugang zu den Spielgeräten ist ausserdem hindernisfrei. So sollen auch Eltern mit Kinderwagen oder gehbehinderte Grosseltern ihre Kinder und Enkelkinder ohne Probleme begleiten können.

Integration auf Spielplätzen
«Mit dem Vorhaben wollen wir zur Integration von Menschen mit einer Behinderung im Alltag beitragen», sagte Stiftungsrat und Alt-Bundesrat Samuel Schmid an der Einweihung. Auf dem Spielplatz werde das Sozialverhalten schon früh eingeübt. Schweizweit sind weitere behindertengerechte Spielplätze geplant. (kobk)
Hintergrundinfos:
Am 18. Mai weihte «Denk an mich» mit Unterstützung von Alt-Bundesrat Samuel Schmid in Unterwasser im Toggenburg einen behindertengerechten Spielplatz ein. Dies war der Beginn einer Kampagne für Spielplätze, die für alle zugänglich sind. Die Kampagne wurde hier gestartet, da das Toggenburg als Pilotregion von «Ferien für alle» eine Vorreiterrolle eingenommen hat und viele behindertenfreundliche Freizeitangebote, Unterkünfte und Wanderwege anbietet.

Schranken abbauen
Damit alle den Spielplatz erreichen können, ist der Zugang zum neuen behindertengerechten Spielplatz und zu den einzelnen Spielgeräten hindernisfrei. Das erleichtert auch Personen mit einem Kinderwagen oder älteren Menschen mit Gehhilfen den Durchgang, so dass sie ihre Kinder und Enkelkinder mühelos zum Spielplatz begleiten können. Bei der Auswahl der Spielgerätewahl wurde darauf geachtet, dass ein breites Angebot den unterschiedlichen Bedürfnissen von spielenden Kindern entgegenkommt. Die Geräte bieten multifunktionale Spielmöglichkeiten und können auch von Kindern mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten benutzt werden, damit sie mit ihren Geschwistern und Freunden mitspielen können.

Integration auf Spielplätzen
«Mit unserem Vorhaben wollen wir zur Integration von Menschen mit einer Behinderung im Alltag beitragen, also zur gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auch auf Spielplätzen», sagt Samuel Schmid, Stiftungsrat von «Denk an mich» und Befürworter des Projektes an der Eröffnungsfeier in Unterwasser. «Auf einem Spielplatz entwickelt sich das Sozialverhalten, was eine wichtige Vorbereitung auf die Zukunft ist», erklärte Samuel Schmid.




Das Projekt soll schweizweit nachhaltig Beachtung finden und Entscheidungsträger motivieren, beim Bau von Spielplätzen immer an alle zu denken. Weitere «Spielplätze für alle» werden dieses Jahr in Bischofszell TG, Wil SG, Bivio GR, Lenk-Simmenthal BE und Goldach SG umgesetzt. Bis 2014 sollen in allen sieben Grossregionen der Schweiz «Spielplätze für alle» entstehen
Quelle: http://www.procap.ch/NewsAnsichtThemen. ... aef1b8ccdd
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Re: Behindertengerechter Spielplatz in Unterwasser SG

Beitragvon Beatrice » 12. Juli 2011, 18:31

Aus den Procap News:

Auf Goldacher Boden wächst GROSSES:

Wer die A1 bei der Ausfahrt Goldach-Rorschach verlässt und auf der St.Galler Strasse Richtung Bruggmühle fährt, sieht nach dem Kreisel linkerhand Richtung Tübach eine Sportanlage - «Kellen» - sowie eine grössere Brache. Die Sportanlage auf Tübacher Gebiet, die Brache auf Goldacher Boden. Marcel Kurz ist einer der Initianten, die sich vor Jahresfrist zusammentaten, um auf dem Areal «Kellen» einen Spiel- und Begegnungsplatz zu errichten. «Wir stellten fest, dass es in der Umgebung zu wenig Spielflächen gibt. Aber wir wollten uns nicht einfach von der Gemeinde einen Flecken Erde für einen weiteren konventionellen Spielplatz geben lassen, womöglich noch in der Nähe von einer Hauptstrasse.»

Möglichst behindertengängig
Statt dessen sind nun über ein Dutzend Spiel- und Begegnungsinseln von rund 10000 Quadratmetern
Fläche geplant - ein Piratenschiff mit Netzbrücke und Kletterturm, Inseln zum Hüpfen, Springen und Balancieren, Drehen und Schaukeln, Wasserspiele, Feuerplätze und, und, und…
Brutto beträgt das Terrain gar 19000 Quadratmeter - fast 100 mal 200 Meter oder knapp drei Fussballstadien.
«Heute bestehen andere Familienmodelle. Es gibt nicht nur Eltern mit einem oder zwei Kindern, sondern Alleinerziehende, Patchworkfamilien und äusserst mobile Grosseltern, die Zeit mit den Enkeln verbringen. Alle sollen auf dem Spiel-und Begegnungsplatz Kellen miteinander auf die Rechnung kommen.
Schliesslich sollte die Begegnungszone auch behindertengerecht sein. Hier kam die Procap-Bauberatung ins Spiel. «Wir haben die Initianten einerseits beraten», sagt Architekt Markus Alder. Andrerseits hat Procap das Projekt auch konkret unterstützt. Der Verband regte dazu an, dass die Stiftung zur Förderung des behindertengerechten Bauens - Bauberater Markus Alder ist dort Stiftungsrat das Projekt mit 15‘000 Franken fördert.
«Wir achten darauf, dass nicht nur einzelne Inseln behindertengerecht sind, sondern grundsätzlich alles », sagt Alder. So werden unter anderm die Trampoline ebenerdig eingebaut. Bänke, Spielgeräte, Wege, Picknickplätze, sie sollen grundsätzlich so gestaltet werden, dass sie auch für Rollstuhlfahrer sicher sind und von Mobilitätsbehinderten begangen werden können. Insbesondere die Treppen, aber auch ein Teil der Wege haben in der Regel Handläufe, etwa für Sehbehinderte. «Alles ist nie möglich, aber das Maximum wird gemacht.»

Motto: «Von allen für alle»
«Wir sind extrem froh über die Zusammenarbeit», sagt Marcel Kurz.
«Wir passten das Konzept und die Anlagen den Ratschlägen der Bauberatung an und konnten sehr profitieren.»
Die Initianten denken gross – und haben Erfolg. Rund 600000 Franken kostet die ganze Anlage. «Wir wollten nicht einfach die Gemeinde für die Finanzierung fragen», erzählt Kurz. «Wir sind Private und wollten herausfinden, ob sich so eine Anlage auch privat finanzieren lässt»
Verschiedene weitere unterstützende Organisationen wurden angegangen.
«Von allen für alle» lautet denn auch das Motto des Begegnungsparks. Es bezahlen aber auch die Gemeinden – 180000 sind von Goldach sowie sieben Nachbargemeinden herausgesprungen. Man sei vom Erfolg und Goodwill ziemlich überrascht und äusserst beeindruckt gewesen, so Kurz.

Massstäbe setzen
Es soll professionell gearbeitet werden. Derzeit laufen die Arbeitsvergaben, von einem Architekten ausgeführt. «Wir möchten mit dem Park eine «Benchmark» setzen », sagt Marcel Kurz – neue Masstsäbe also.
Die Zone soll Modellcharakter haben.
Kaum ein Jahr ist vergangen, seit sich die Initianten erstmals zusammensetzten. Kurz ist selbstbewusst und zuversichtlich: «Im Herbst steht das»
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Das scheint eine tolle Sache zu werden, vielleicht demnächst auch ein richtiges Ausflugsziel. Ich behalte das im Auge und gebe Bescheid, wenn es tatsächlich bis im Herbst schon steht.
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Re: Behindertengerechte Spielplätze in der Schweiz

Beitragvon Beatrice » 8. Oktober 2011, 21:43

Madrisa-Land - Freizeitpark in den Bergen

Das Madrisa-Land auf der Bergstation Madrisa oberhalb von Klosters Dorf(Graubünden) ist ein in der Schweiz bislang einzigartiger Freizeitpark für Kinder und Jugendliche, der sich dafür einsetzt, einen Grossteil der Spiel-und Vergnügungungsmöglichkeiten auch Seh-und körperlich behinderten Kindern, Jugendlichen und teilweise Erwachsenen zugänglich zu machen.
Personen im Rollstuhl fahren zudem kostenlos auf die Madrisa.

Öffnungszeiten
Juli - Oktober 2011
02. Juli 2011 - 23. Oktober 2011 täglich geöffnet

Madrisa-Land
Täglich 10.00 - 16.45 Uhr

Weitere Infos erhält man über folgenden Link:
http://www.madrisa-land.ch/dynasite.cfm?dsmid=99535
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Re: Behindertengerechte Spielplätze in der Schweiz

Beitragvon Beatrice » 8. Oktober 2011, 21:47

Am Samstag, 8. Oktober 2011 ist der neue AlpKultur Begegnungs- und Kinderspielplatz am Lenkerseeli offiziell eröffnet worden.

Auf dem rund 7000 Quadratmeter grossen Areal wird die Alp ins Tal gebracht: mit einer Alphütte, einem Streichelzoo, vielen Spielgeräten aus natürlichen Materialien, Feuerstellen und einem Dampfeisenbähnli - Spass für die ganze Familie!

Spielgeräte:
Tyrolienne, Seil-Hängebrücke, Wassertisch, Rutschbahn, Sinnespfad, Heckenlabyrinth, Klettermikado, Rollstuhlwippe, Spielmobil, Spiel-Modellseilbahn, Glockenspiel, Kriechröhre usw.

Das Projekt wurde von der Aktion "Denk an mich" http://www.denkanmich.ch/ unterstützt

weitere Infos auf:
http://www.lenk-simmental.ch/de/Spielplatz


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Der "Spielplatz für alle" in Bischofszell TG

Am 27. Mai 2011 wurde in der Stadt Bischofszell TG der Spielplatz Nagelpark eröffnet. Die Kinder liessen sich nicht von Regen und Kälte abschrecken. Ausgerüstet mit Regenjacke und Gummistiefel erkundeten sie das neue, spannende Spielparadies und machten die fehlende Sonne mit ihren strahlenden Gesichtern wett.

Der Nagelpark ist ein stimmungsvoller Spielplatz, der ganz im Zeichen der Rose steht. Jedes Spielgerät hat eine eigene, farbenfrohe und themenbezogene Gestalt. Elemente wie ein riesiger Rosentopf aus Holz, ein Giesskannenhaus oder eine Schmetterlingsbank bringen die Rose kindergerecht auf den Punkt. Für die grösseren Kinder der angrenzenden Schule stehen ausserdem eine Kletterpyramide sowie eine Seilbahn zur Verfügung. Durch die Unterstützung von Denk an mich konnte der Spielplatz behindertengerecht gestaltet werden.

Damit alle den Spielplatz erreichen können, ist der Zugang dazu und zu den einzelnen Spielgeräten hindernisfrei. Das erleichtert auch Personen mit einem Kinderwagen oder älteren Menschen mit Gehhilfen den Durchgang, so dass sie ihre Kinder oder Enkelkinder mühelos zum Spielplatz begleiten können. Bei der Auswahl der Spielgeräte wurde darauf geachtet, dass ein breites Angebot den unterschiedlichen Bedürfnissen von spielenden Kindern entgegenkommt. Die meisten Geräte bieten vielseitige Spielmöglichkeiten und können auch von Kindern mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten genutzt werden.


Quelle und weitere Infos :
http://www.denkanmich.ch/spielplaetze/s ... chofszell/
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Auch der behindertengerechte Spielplatz in Wil SG hat seine Tore geöffnet:
Mit einer Feier sind am 22. Juni 2011 die umgebauten Spielplätze Gallusstrasse und Stadtweiher den Kindern übergeben worden. Der Kindergarten Lenzenbühl nahm diese Gelegenheit wahr, um sich mit zwei Liedvorträgen für die tollen Spielplätze zu bedanken.

Dank der Unterstützung durch die Stiftung Denk an mich und den Rotary Club Wil konnten beide Spielplätze behindertengerecht gestaltet werden. Der Spielplatz Stadtweier wurde vor rund fünf Jahren erstellt. Für eine verbesserte Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen wurde dieser Spielplatz gezielt angepasst. Der Neubau Spielplatz Gallusstrasse wurde vollumfänglich hindernisfrei gestaltet.

Ein hindernisfreier Zugang zum Spielplatz und zu den einzelnen Spielgeräten ist notwendig, damit sich auch Menschen im Rollstuhl oder mit Gehhilfen frei auf dem Spielplatz bewegen können. Aufgrund von Stufen war beim Spielplatz Stadtweiher der Zugang zu einem Teil der Geräte bisher erschwert. Um dieses Hindernis zu entfernen, wurden die Aufkantungen der Umrandung der beiden Spielzonen mit dem Fallschutzbelag Holzschnitzel abgeflacht. Beim Spielplatz Gallusstrasse sind die Gesamtanlage, die Spielplatzzonen und alle Spielgeräte hindernisfrei erschlossen. Durch die Modellierung der bestehenden Topografie ist zudem die Hangrutsche auch für Rollstuhlfahrer von oben und von unten zugänglich.

Bei der Auswahl der Spielgeräte wurde darauf geachtet, dass ein breites Angebot den unterschiedlichen Bedürfnissen von spielenden Kindern entgegenkommt. Die Geräte bieten multifunktionale Spielmöglichkeiten und können auch von Kindern mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten genutzt werden, damit sie zusammen mit ihren Geschwistern und Freunden spielen können. Die Vogelnestschaukel, die doppelte Hangrutsche und das Federwippgerät mit Rückenlehne sind bewährte Elemente, die bei Kindern mit und Kindern ohne Einschränkungen sehr beliebt sind.

Quelle und weitere Infos:
http://www.denkanmich.ch/spielplaetze/spielplaetze/wil/

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