Schädelhirntrauma 3. Grades

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Jery021211
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Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon Jery021211 » 12. Oktober 2017, 18:11

Hallo zusammen

Unser sohn jeremy 5.5 jahre wurde von einem auto angefahren und mit schwerem schädelhirntrauma mit der rega in die intensivstation gebracht. Durch den gefährlichen anstieg des hirndrucks musste jeremy die rechte schädeldecke entfernt werden. Dann war er 7 tage im künstlichen koma 3 wochen insgesamt auf ontensiv und seit einer woche in der kinderreha affoltern am albis. Mittlerweile kann er etwas brei essen und gestern hat er das erste mal gelächelt...

Würde mich freuen hier andere familien mit so einem traumatischen schicksal kennenzulernen...

Viel kraft euch allen
Manuela bornhauser mit jeremy
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Beatrice
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Re: Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon Beatrice » 12. Oktober 2017, 21:35

Liebe Manuela

Herzlich willkommen im Forum. Es tut mir sehr leid, dass Dein Junge so einen schweren Unfall erlebt hat mit so gravierenden Folgen.
Aber dass er gelächelt hat und Du dies mit uns teilst, das macht auch Hoffnung. Alle Kinder, aber vor allem auch solche, die durch so eine traumatische Erfahrung körperlich oder auch geistig/seelisch versehrt sind brauchen ganz viel Liebe und Geborgenheit. Dass er lächelt, zeigt, dass er sich geborgen fühlt und dass Jeremy noch immer fühlt, dass er Euch kennt und Euch gerne hat.
Auf dieser Basis kann viel mehr "wieder kommen" als bei Kindern, die ganz allein mit einer solchen Verletzung bleiben und sich verstossen oder verlassen fühlen.
Ihr habt keinen einfachen Weg vor Euch, aber Ihr wisst, wofür Ihr ihn geht.
Ich bin selber nicht davon betroffen, habe aber selber eine Hirnverletzung erlitten als Folge von Sauerstoffmangel bei der Geburt. Mit Hirnverletzung dauert alles, was für "intakte Köpfe" recht einfach ist, viel länger, um es zu lernen und zu festigen. Aber Übung macht den Meister - es ist wirklich so, auch wenn es lästig ist und über Jahre geübt werden muss -irgendwann gibt es Erfolge.
Darum wünsche ich Euch bzw. Jeremy sowohl Geduld und Ausdauer, als auch Humor und einen grossen Willen.

Spontan ist mir zu Deiner Vorstellung Kiki (Sven) eingefallen. Hier seine Vorstellung:
viewtopic.php?f=1&t=1050
Sein Sohn Luca hat auch eine schwere Schädelhirnverletzung erlitten - als winzig kleines Baby, noch in der Tragetasche. Seine Mami ist mit der Tasche und ihm drin unglücklich eine Treppe hinunter gestürzt. Der ganz natürliche Reflex des Menschen, bei Stürzen die Hände nach vorne auszustrecken, wurde dem kleinen Baby in der Tasche zum Verhängnis. Er stürzte in der Tragetasche die Treppe hinunter.
Die Ärzte machten der jungen Familie nicht viel Hoffnung - Luca würde wohl nie gehen lernen, nie sprechen, nie schlucken.
Aber der kleine Bub hat es allen gezeigt - er geht - ja, er springt inzwischen sogar - trotz der einseitigen Lähmung -er spricht, wenn auch nicht so wirklich viel, er schluckt und ja, er lacht.
Leider war Sven schon lange nicht mehr im Forum - er lebt in Deutschland, aber Luca hat eine Homepage:
http://luca-meine-welt.de/?file=hilfsmittel

Es gibt eine weitere Mami aus der Schweiz hier, deren Kind aufgrund eines Ertrinkungsunfalls eine Hirnverletzung erlitten hat. Leider ist auch sie nicht wirklich aktiv im Forum.

Ich denke, Du kennst die Seite der Vereinigung Hirnverletztes Kind Schweiz
http://www.hiki.ch
Evtl. würdest Du auch dort andere Eltern finden - oder Dein Eintrag wird hier noch von Betroffenen gelesen - das würde ich Dir sehr wünschen.

Für heute wünsche ich Dir und der Familie einfach das Allerbeste, wäre schön, Dich wieder zu lesen

Viele liebe Grüsse

Bea
Zuletzt geändert von Beatrice am 13. Oktober 2017, 22:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Jery021211
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Re: Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon Jery021211 » 13. Oktober 2017, 17:59

Vielen lieben dank für die lieben worte! Wir kämpfen und hoffen dass er wieder einmal glücklich sein darf. Sein lächeln werde ich nie vergessen...
Liebi grüessli
Manuela
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Re: Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon Beatrice » 14. Oktober 2017, 21:06

Liebe Manuela

Gern geschehen. Du hast alle meine guten Gedanken und auch jene von Eveline Pfister (Schulleiterin - Du kennst sie, gell) Ich kenne sie auch, denn sie ist meine Schwester.
Und sie wüsste evtl. eine Kontaktadresse, ganz nah bei Dir - sie muss die andere Mami aber erst fragen, ob sie einverstanden ist, wenn der Kontakt zu Dir kommt. Wenn sie ja sagt, sende ich Dir die Kontaktinfo dann per PN - persönlicher Nachricht hier im Forum. Bitte schau mal, ob Du das im Profil angekreuzt hast, dass Du eine Benachrichtigung bekommst, wenn eine PN an Dich geschrieben wird.

Eveline und ich grüssen Dich ganz herzlich und mit vielen guten Wünschen für Jeremy und die ganze Familie

Bea (ach ja, Eveline nennt mich Bico)
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Re: Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon orphan » 15. Oktober 2017, 17:16

Hallo Manuela

Es tut mir sehr leid, dass dein Sohn diesen Unfall hatte.

Unser Sohn galt bis 4.5 Jahre auch als "gesund". Danach verlief seine Entwicklung rückläufig. Wir erfuhren, dass er eine unheilbare Stoffwechselkrankheit hat. Mittlerweilen ist er 14 Jahre alt und ist in allen alltäglichen Situationen auf Hilfe angewiesen. Keine Kommunikation. Alleine kann er sich auch praktisch nicht mehr bewegen.

Zwei total unterschiedliche Schicksale ... aber beide hatten wir zu Beginn "gesunde" Kinder. Wir haben keine Hoffnung auf "Genesung". Die Krankheit ist unheilbar und endet tödlich.

Du kannst hoffen, dass dein Kind "gesund" wird. Ich wünsche dir viel Kraft, Mut, Kampfgeist und Energie, dass du den langen Weg, der vor dir steht, mit deinem Kind gehen kannst.

Vielleicht magst du ab und zu berichten, wie es deinem Jeremy geht. Wünsche euch alles Gute!
Eine schöne Zeit wünscht
orphan
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Re: Schädelhirntrauma 3. Grades

Beitragvon Flavia » 18. Oktober 2017, 19:02

Hallo Manuela

Tut mir sehr leid für Euch. Ein grosser Schock, begleitet mit viele Angst und Ungewissheit.

Nun muss man die Situation leider einfach annehmen und das Beste daraus machen, ich glaube das macht ihr bereits :-).
Mir ist auch vorallem www.hiki.ch in den Sinn gekommen. Ich höre viel gutes von diesem Verein. Auch bieten Sie Entlastungs-Unterstützung an (dies glaub nur bis die Kinder 18 Jahre alt sind).

Wichtig scheint mir genug früh dafür zu schauen, dass man selber Hilfe annimmt.
Sei es allenfalls um Geschwister zu betreuen, oder das kranke Kind, damit man als Eltern Zeit für die Geschwister oder sich als Paar hat und ev. auch psychologische Hilfe um alles auf zu arbeiten.
Oft machen Eltern den Fehler (ich spreche auseigener Erfahrung...), zu Beginn alles alleine zu bewerkstelligen. Ich gehe davon aus, dass die Rehaklinik einen Sozialdienst hat, die können Euch Adressen geben, wenn ihr im familiären Umfeld keine Personen habt die Zeit haben.

Alles gute und liebe Grüsse Flavia

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